„Kleingärtner fürchten um ihre Parzellen“ (NWZ vom 24. August) und „Stadt kompostiert nur selbst“

Und „immer immer wieder geht die Sonne auf“ und die Bauverwaltung der Stadt Oldenburg beweist, dass es eine Bauleitplanung (...) gar nicht gibt. So auch in diesem Fall: Das ehemalige Edeka-Gelände zwischen Ammerländer Heerstraße und Pophankenweg ist schon, seit die Edeka in der Gemeinde Wiefelstede (...) vor mehr als 15 Jahren neu gebaut hat, vakant.

Nun stellt die Verwaltung eine „Bauleitplanung“ für einen Technologiepark am Pophankenweg vor und bekennt reumütig, dass offensichtlich die Kleingärtner schlichtweg vergessen worden sind. Kleingärtner, und insbesondere die oft liebevoll gepflegten Kleingärten, sind für jede Stadt ein wichtiger sogenannter weicher Standortvorteil und gehören zum Stadt- und Regionsimage und beeinflussen somit objektiv und subjektiv die Außenwahrnehmung der Wohn- und Wohnumfeld-, sowie der Umweltqualität einer Stadt.

Dies ist für viele Städte wichtig. Für eine Weltstadt wie zum Beispiel Hamburg sogar so wichtig, dass hier eine Autobahn, die A7 in großen Bereichen überdacht wird, zum einen aus Schallschutzgründen, um hier dringend benötigte Ausgleichsflächen für die zunehmende Flächenversiegelung durch die zahlreichen Neubauten, aber auch, um hier Kleingartengartenflächen unterzubringen (https://de.wikipedia.ora/wiki/Hamburger_Deckel).

Dies nennt man eine zukunftsfähige Bauleitplanung. So etwas gibt es in unserer Stadt leider nicht. Hier wird lediglich „von der Hand in den Mund“ gedacht und geplant. Immer wenn jemand sein Grundstück verkaufen will, überlegt die Bauverwaltung, was daraus werden könnte, ohne jede Perspektive für die nächsten 5, 10, 20 oder gar 50 Jahre.

Dies gilt für die Verkehrsplanung ebenso wie für die Gewerbeflächenplanung, als auch für die Wohnbauflächenplanung. Vergleichbare Städte unterhalten (...)kreative Planungsteams, die sich mit nichts anderem beschäftigen, als mit der Zukunftsplanung ihrer Stadt und Region.

Heino Sandfort Oldenburg

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Als Gartenbesitzer machen wir mit unseren Gärten und Grünanlagen die Stadt Oldenburg erst zu einem lebenswerten, wohnlichen und gesunden Wohnumfeld. (...) Aber wenn wir Gartenbesitzer das Grün beschneiden und entsorgen müssen, werden wir in überhöhtem Maße zur Kasse gebeten. In vielen Gemeinden ist die Anlieferung von Gartengrün kostenlos. In einer Zeit von Klimaschutz und Umweltverschmutzung ist es nicht zu vertreten, Klimaschützer und Luftverbesserer zur Kasse zu bitten. (...)

Heiko Eichbaum Oldenburg