Bad Zwischenahn - Bei der Begrüßung der Neubürger der Gemeinde Bad Zwischenahn stellte Bürgermeister Dr. Arno Schilling als Beispiel für das kulturelle Leben und das musikalische Angebot im Kurort die Percussion-Gruppe der Musikschule Bad Zwischenahn vor. Gut gewählt, kann man nur sagen, denn schon der Einstieg der vier Musiker mit einem Stück aus der „Holiday Suit for Percussion“ von Jared Spears rief bei den rund 90 Neubürgern Begeisterung hervor.

Aber so richtig anhaltenden Applaus gab es bei der „Kleinen Tischmusik“ von Manfred Menke aus Dinklage. Das Stück wurde bisher in mehr als 20 Ländern aufgeführt. Mit je zwei Kochlöffeln wurden rhythmische Klänge „mittels Klopfen auf den Tischen“ klangvoll und harmonisch produziert. Auch die Füße bzw. der Fußboden wurden in den „Klangkörper“ einbezogen. Eine rhythmische Meisterleistung.

Schilling nahm die Gelegenheit wahr, mit Unterstützung von schönen Fotos und aussagekräftigen Statistiken den neuen Bürgern ein umfassendes Bild vom Tourismus- und Wirtschaftsstandort und der Entwicklung des Kurwesens in Bad Zwischenahn zu geben. Sigrid John meinte, es sei sehr umfangreich, aber die ‚Knackpunkte‘, wie sie sagte, seien wichtig gewesen. „Vieles kannten wir schon, weil wir sehr oft in Bad Zwischenahn waren, bevor wir hierher kamen“, erzählte sie.

Zweimal im Jahr berichten der Bürgermeister und die Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche den neuen Einwohnern über den Kurort. Dabei konnte Schilling bei der jüngsten Veranstaltung auch ein paar ganz jungen Erdenbürgern „Guten Tag“ sagen. „Ansonsten ist Bad Zwischenahn natürlich mehr für Menschen außerhalb des Berufslebens beliebt“, meinte der Verwaltungschef. „Man macht erstmal Kur in Bad Zwischenahn, um richtig gesund zu werden, und dann zieht man hierher.“

Mareike und Benjamin Mach sind noch ein junges Paar und aus Oldenburg zugezogen. „Natürlich kennen wir Bad Zwischenahn von vielen Tagesbesuchen. Aber neu war für uns, dass Bad Zwischenahn so ein wichtiger Wirtschaftsstandort in der Region ist“, meinte Benjamin Mach. „Ich freue mich, die Bücherei ordentlich benutzen zu können“, sagte seine Frau.

Die Struktur der Verwaltung aber auch die Beteiligungsgesellschaften wurden eingehend vorgestellt. Die Sehenswürdigkeiten nahmen mit der St.-Johannes-Kirche, dem Ammerländer Freilandmuseum und vielen anderen einen großen Raum ein. Der See als Mittelpunkt aller Aktivitäten und das Kurzentrum mit dem „Wellness-Dorf“ interessierten die neuen Bürger besonders. „Wir haben ein sehr reges Vereinsleben in vielen Bereichen“, wusste der Bürgermeister.

Pastorin Dorothee Testa von der ev.-luth. Kirchengemeinde Zwischenahn und Pater Wilhelm Landwehr von der katholischen St. Vinzenz-Pallotti-Gemeinde stellten das umfangreiche Angebot beider Kirchen vor und luden ein, daran rege teilzunehmen.