Klimaschutz soll Thema werden“, NWZ vom 15. August 2019

In Westerstede sind es offensichtlich einzig Bündnis 90/Die Grünen, die ein substanzielles und umfassend angelegtes Konzept vorlegen, um der zentralen Herausforderung des Klimaschutzes vor Ort zu begegnen. Man mag einzelne konkrete Vorschläge unterschiedlich gewichten beziehungsweise bewerten, aber ein ernsthafter Gesamtentwurf zum Klimaschutz als kommunale Querschnittsaufgabe liegt jetzt jedenfalls vor. Darüber kann nun öffentlich gestritten werden.

In dem NWZ-Beitrag nimmt die Wiedergabe der Einschätzung und Bewertung des nun vorliegenden Konzeptes von Bündnis 90/Die Grünen durch die Verwaltung der Stadt breiten Raum ein. Leider kommt die in der öffentlichen Verantwortung stehende „Politik“ in dem Artikel nur am Rande vor, und ihre Aufgaben „darf“ sich darauf beschränken, sich mit den schon vorliegenden rein „fachlichen“ Überlegungen der Verwaltung auseinanderzusetzen. Diese Vorgehensweise ist eine Bestätigung der Entscheidung zur gerade erfolgten Bürgermeisterwahl in Westerstede, die letztlich die Absage an all jene Kandidaten bestätigt, die im Grundsatz die Priorität der „Verwaltung“ vor der gestaltenden „Politik“ in den zurückliegenden Jahren bereitwillig mitgetragen haben – damit also die Frage „Wer ist Koch und wer ist Kellner?“ in der Politik in einem bestimmten Sinne beantworten. Dem neuen Bürgermeister Michael Rösner ist zu wünschen, hier zukünftig andere politische Wege zu gehen. Sicher wird er dafür auch außerhalb von Politik und Verwaltung in einer breiten Öffentlichkeit Zuspruch und Unterstützung finden – dann hoffentlich auch durch einen anderen redaktionellen Umgang der NWZ, indem diese mit dazu beiträgt, der Politik als Gestaltungskraft eine deutliche Stimme zu geben.

Klaus-Peter Mensing Westerstede