Köln/Scharrel - 18 955 Unterstützer hat die Minority-Safepack-Initiative (MSPI) in Deutschland gefunden. Darin geht es darum, den Schutz für Angehörige nationaler Minderheiten und Sprachminderheiten zu verbessern sowie die kulturelle und sprachliche Vielfalt in der Union zu stärken. Darunter fällt auch das Saterfriesische.

Die gesammelten Unterschriften übergaben nun der Präsident der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEN), Loránt Vincze, und FUEN-Executive-Director Éva Pénzes gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Minderheitenrates, Karl-Peter Schramm aus Scharrel, und der Leiterin des Minderheitensekretariates, Judit Šołćina an das zuständige Bundesverwaltungsamt in Köln.

Die Delegation wurde von der Leiterin des Referats für Verwaltungs- und Ordnungsaufgaben, Anja Brandenburg, der Bereichsleiterin Astrid Mahr und dem direkt für die Überprüfung der MSPI zuständigen Beamten, Ullrich Schmitz, empfangen.

Die Delegation wurde über den Überprüfungsprozess der MSPI-Unterschriften informiert. Es wurde auch über die schweren Hürden der EU für Initiatoren von Europäischen Bürgerinitiativen gesprochen, die in Zukunft vereinfacht werden sollen, wie die Beamten versicherten. Sie nahmen die DVD mit den Online-Unterschriften sowie die Unterschriften, die auf Papierform gesammelt wurden, entgegen und versprachen, bis zum Ende der dreimonatigen Frist das Zertifikat für die in Deutschland gesammelten MSPI-Unterschriften auszustellen.

Der FUEN-Präsident bedankte sich bei allen Unterstützern der MSPI in Deutschland. Karl-Peter Schramm freute sich für die Minderheiten in Deutschland. Er hoffe nun, „dass die gewünschten Ziele der MSPI auch erreicht werden“. Judit Šołćina bedankte sich im Namen aller vier anerkannten nationalen Minderheiten in Deutschland für die politische Unterstützung der Initiative in Deutschland, insbesondere bei den Bundesländern.