von ulrich schönborn
Frage:
Was versprechen Sie sich vom Besuch des Familien- und Kinderservicebüros des Landkreises Friesland?jüttner:
Die Familienpolitik und speziell die frühkindliche Bildung sind für die SPD-Landtagsfraktion zentrale Themen. Wir konzipieren eine Kampagne unter dem Motto „Eintrittskarte Zukunft“, in der alle wichtigen Bildungsthemen zusammengefasst werden. Im Mittelpunkt stehen die kostenfreie Bildung als öffentliches Gut, die Zukunft der Gesamtschulen und eben die frühkindliche Bildung. Hier wollen wir schauen, wie in den Regionen des Landes die Verzahnung gelingt zwischen der frühkindlichen Bildung, der Betreuung und Erziehung und der Gesundheitsvorsorge. Wir wollen sehen, welche Projekte es bereits gibt und wo wir als Land noch dazulernen können.Frage:
Wie ist der Landkreis Friesland Ihrem Eindruck nach aufgestellt?jüttner:
Hier hat man sich früh Gedanken gemacht und eine gute Vernetzung der Projekte erreicht.Frage:
Ein Problem, das auch hier im Landkreis Sorgen bereitet, ist die hohe Schulabbrecherquote. Steht auch dieses Thema auf der Agenda der SPD?jüttner:
Es ist ein Skandal, dass deutschlandweit jedes Jahr acht Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Abschluss verlassen. Leider gibt es dazu von der Bundes- und Landesregierung bisher nur lose Verabredungen. Vor dem Hintergrund des heute schon bestehenden Fachkräftemangels ist das ein Problem, das viel energischer angegangen werden müsste.Die SPD-Opposition im Niedersächsischen Landtag setzt in der Familien- und Bildungspolitik speziell auf die frühkindliche Bildung. Der Landkreis Friesland sei hier schon gut aufgestellt, sagt SPD-Fraktionschef Wolfgang Jüttner, der kürzlich das Familien- und Kinderservicebüro der Kreisverwaltung in Jever besucht hat (die NWZ berichtete).
