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Mehr als filmreif

10.09.2014

Es wird sich wohl nie in harter Münze rechnen lassen, was das Filmfest für Oldenburg bedeutet. Nicht alles im Leben muss man in Rendite nach Steuern messen. Filme ermöglichen uns, den Alltag zu vergessen und 90 Minuten lang in andere Welten einzutauchen. Weitestgehend gefahrlos können wir vom Kinosessel aus unsere Komfortzone verlassen. Viele Themen, die das Filmfest serviert, würden wir sonst niemals kennenlernen. Stars und solche, die sich dafür halten, würden wir sonst nie treffen in Oldenburg.

Während des Filmfests sind wir eben nicht nur Kinobesucher, sondern auch nach dem Abspann vielleicht noch mitten in einem Film, dessen Regie wir mitbestimmen können. 15 000 Besucher kamen 2013, ein Beweis dafür, dass das Angebot gefragt ist.

Das Filmfest ist auch der Beweis dafür, dass scheinbar verrückte Träume wahr werden können. In diesem Fall jene, die Torsten Neumann und Thorsten Ritter vor 22 Jahren träumten, als sie die Idee spintisierten, in Oldenburg ein Filmfest aufzuziehen. Sie glaubten so fest daran, wie etwa Matt Damon als Kongressabgeordneter in dem Streifen „Der Plan“ an seine Liebe zu Emily Blunt.

Kino-Maniacs haben in der Stadt Tradition: Angefangen von Carl Born mit dem Ziegelhof, der Ufa-Star Marika Rökk einlud. Oder Dr. Detlef Roßmann, der nach Jahrzehnten manchmal noch in „seinem“ Casablanca die Karten abreißt. Ihm gelang der Coup, im März Regisseur Volker Schlöndorff mit „Baal“ in die Stadt zu holen.

Zum zweiten Mal eröffnet das Filmfest mit einer Produktion, die hier gedreht wurde. Das kommt beim Publikum gut an. Durch diese Premiere wiederum wird Oldenburg als Stadt besonders in der Szene wahrgenommen. Dass das Filmfest von Fachblättern auf Platz drei der internationalen Independent Festivals gehoben wird, darf als filmreifer Erfolg gewertet werden für eine Stadt in der norddeutschen Tiefebene. Auch wenn man sich nichts dafür kaufen kann.

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