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12.05.2017

Der Blick geht gerne zurück in diesen Tagen. Vor 70 Jahren wurden die großen Landtagsfraktionen mit der parlamentarischen Geburtsstunde Niedersachsens aus der Taufe gehoben. Mehr als 200 Festgäste begrüßte SPD-Fraktionschefin Johanne Modder (Bunde) im Alten Rathaus: Amtsvorgänger, Ex-Abgeordnete, Minister, Ministerpräsidenten und mit Gerhard Schröder einen Ex-Kanzler. In seiner launigen Rede hob Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) den größten Unterschied zu seinem Amtsvorgänger hervor: „Liebe Kolleginnen und Kollegen aus früheren Legislaturperioden – wir haben euren Haushalt in Ordnung gebracht“, wies Weil stolz auf die schwarze Null seiner rot-grünen Regierung.

Schröders Lächeln fiel irgendwie gequält aus. Lieber gab er Weil einen guten Ratschlag: Der Ministerpräsident aus Hannover und der Fraktionschef aus Ostfriesland, wie Joke Bruns früher bei ihm, „das ist die beste Kombination für Niedersachsen“. Na, dann kann mit dem Duo Weil/Modder nichts schiefgehen.

Johanne Modder hat mit ihrem Amt jedenfalls einen ganz neuen Blick bekommen. „Jetzt, wo ich selbst Fraktionsvorsitzende bin, schätze ich die Arbeit meiner Vorgänger viel höher ein“, ­bekennt Modder schmunzelnd.

Ein Satz, der sicher auch für Björn Thümler (Berner) gilt. Der CDU-Fraktionschef erinnert sich gern an früher. „Man lief damals nicht einfach auseinander, man brauchte auch keine ,Parlamentarischen Abende‘, um angestrengt gesellig zu sein“, waren Thümlers Eindrücke als Jungparlamentarier: „Es gab damals noch eine dritte Halbzeit, die ihren Namen auch wirklich verdiente. Auch ein Wilfried Hasselmann war als zupackender und geselliger Niedersachse bekannt.“ Landespolitik wurde über Jahrzehnte „auch und vor allem am Biertresen gemacht“. Andere Abgeordnete drücken es drastischer Aus: „Regiert wurde in Niedersachsen lange Zeit mit der Leber...“

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