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NWZonline.de Nachrichten Politik

NWZ-Kolumne „Briefe aus Jerusalem“: Gaza? Das gleiche Spiel wie immer!

11.08.2022

Immer wieder ist von einem grossen Freiluftgefängnis die Rede, wenn es um das Thema Gaza geht. Menschen sollen dort ziemlich schlechte Lebens- und Wohnverhältnisse haben. Es soll nicht nur, sondern es ist tatsächlich eines der dicht besiedelsten Gebiete auf der Welt. Hohe Arbeitslosigkeit. Hohe Geburtenrate. Jeder Zweite ist unter 18 jahre alt, und auch jeder Zweite ist Mitglied einer der zahlreichen radikalislamischen Gruppierungen, die den Gazastreifen und seine zwei Millionen Einwohner beherrschen.

Man könnte also auch schreiben, dass es sich im Falle des Gazastreifens um eine radikalislamische Hochburg handelt, die immer tiefer bergab zu fallen scheint.

Terroristen herrschen

Denn während bis vor kurzem „nur” die international anerkannte Terrororganisation Hamas mit über 50000 Mitgliedern das Sagen hatte und den Gazastreifen von Krieg zu Krieg, von Katastrophe zu Katastrophe, führte, scheinen mittlerweile die international anerkannten Dschihadisten des Islamischen Dschihad das Ruder immer stärker in der Hand zu halten.

Wie sonst lässt sich mit einem gesunden Menschenverstand nachvollziehen, wie eine Terrororganisation a là IS, nur mit palästinensischem Touch, von relativ überschaubarer Größe, in der Lage ist, innerhalb weniger Tage über 1000 Raketen aus dem dichtbesiedelten Gazastreifen auf Israel und auf das eigene Gebiet abzufeuern?

Man fragt sich, was machen diese Leute eigentlich sonst so in ihrem Leben? Denn wer in der Lage ist, in kurzer Zeit massenhaft Raketen abzufeuern, der scheint in den letzten Jahren nichts anderes getan zu haben, als sich für Krieg zu rüsten.

Autor dieses Textes ist Arye Sharuz Shalicar. Er ist ein deutsch-persisch-israelischer Politologe, Schriftsteller und ehemaliger Sprecher der israelischen Armee (IDF). Sein neues Buch „Shalom Habibi“ erscheint im Oktober.

Und dann fragt man sich: Wozu das ganze? Wozu die Mühe, wenn die israelische Armee die meisten Waffendepots, Raketenabschussrampen und hochrangigen Terrorchefs sowieso in kürzester Zeit neutralisiert, eliminiert, dem Erdboden gleich macht?

Warum die Zeit und Mühe nicht in den Ausbau der Landwirtschaft, der Industrie, der Spielplätze für die eigenen zahlreichen Kinder investieren? Leider scheint es im Gazastreifen nur weiter bergab zu gehen, und das auf der Überholspur. Denn von Konflikt zu Konflikt wird immer wieder die falsche Lektion gelernt. Statt einzusehen, dass Israel da ist um zu bleiben und man sich zum eigenen Wohle endlich mit dem Nachbarn arrangieren sollte, unterwirft man sich tiefer radikalislamistischer Ideologie. Man lässt sich vom iranischen Regime „aufkaufen”, um durch die iranische Unterstützung den Kopf über Wasser halten zu können. Eine Art Win-Win-Situation für die Islamisten beider Seiten.

Doch wer genau hinschaut versteht, dass es eine Loose-Loose-Situation ist, in der Geld, Zeit, Energie und Menschenleben verschwendet werden.

Den Preis zahlen die Palästinenser

Denn wer den Preis für das Bündnis zwischen dem Islamischen Dschihad in Gaza und dem Islamischen Regime im Iran bezahlt, sind nicht nur die Israelis. Es sind in erster Linie zwei Millionen Palästinenser, die in einem der dicht besiedelsten Orte der Welt mit einer hohen Arbeitslosenzahl und Geburtenrate immer weniger Hoffnung auf ein normales Leben haben können. Denn man ist schon so tief den Berg heruntergerattert, dass die Sonne kaum noch zu sehen ist.

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