• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik

Was nun? – So sollte es nach dem Diesel-Urteil weitergehen

28.02.2018

Nun ist es also soweit: Städte dürfen Fahrverbote für Dieselfahrzeuge verhängen, um die Schadstoffbelastung der Luft zu senken. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes kam nicht mehr überraschend, sie war im Kern so erwartet worden, denn zu lange ist bei der Umgehung der EU-weiten Grenzwerte getrickst worden.

Was nun? Notwendig sind jetzt klare Entscheidungen des Gesetzgebers. Er muss erstens sicherstellen, dass es kein Pauschalverbot für alle Dieselautos geben kann. Moderne Diesel der Euro 6-Norm müssen wie jeder Benziner freie Fahrt in die Städte haben. Zweitens muss es für Diesel der Euro 5-Norm jüngeren Datums Übergangsfristen geben. Innerhalb dieser Fristen müssen die Fahrzeuge mit Hardware-Nachrüstungen auf Euro 6-Norm getrimmt werden. Die Kosten dafür muss im Wesentlichen die Autoindustrie tragen, die mit ihren manipulierten Prüfstand-Abgaswerten die Diesel-Käufer bewusst getäuscht hat (Kleine Bemerkung am Rande: Das gilt im Prinzip auch für die realitätsfremden Verbrauchswerte). Drittens: Es müssen Ausnahmeregelungen für Rettungsfahrzeuge, Autos von Notdiensten, möglicherweise sogar für Handwerksbetriebe geschaffen werden. Und viertens muss eine Blaue Plakette her, die die freie Fahrt der Autos sichtbar dokumentiert. Ansonsten steht das Fahrverbot nur auf dem Papier, weil es de facto nicht kontrollierbar ist.

Fragen bleiben trotzdem: Was bedeutet das für Bewohner der Städte, die ältere Diesel fahren? Muss ihr Auto künftig in der Garage bleiben? Und was passiert eigentlich, wenn das alles gar nicht den gewünschten Erfolg bringt? Denn es sind erhebliche Zweifel erlaubt, dass allein durch ein Diesel-Fahrverbot dauerhaft eine Absenkung der Stickoxid-Belastung der Städte erreicht wird. Von Feinstaub ist da noch gar nicht die Rede, da sind Diesel ohnehin nicht die größten Verursacher. Klagt die Deutsche Umwelthilfe dann alle Autos aus den Städten heraus?

Skandalös ist diese kalte Enteignung der Dieselfahrer deshalb, weil sie absehbar war. Denn man hat im fernen Brüssel einfach Grenzwerte abgesenkt, ohne gleichzeitig aufzuzeigen, wie sie eingehalten werden sollen.

Finden Sie Ihr Traumauto auf NWZ-Auto.de!

NWZ-Auto.de
Finden Sie Ihr Traumauto auf NWZ-Auto.de!

Thomas Haselier / Archiv
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2085
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.