NWZ
berichtete).Aktuell bildet die CDU (11) gemeinsam mit der FDP (3) sowie der Unabhängigen Wählergemeinschaft (3) und der Fraktion der Unabhängigen (2) eine Mehrheitsgruppe mit 19 Sitzen zur Opposition von SPD (10), Grüne (2), BfB (2) und Linke (1) mit insgesamt 15 Sitzen.
Zweite Amtszeit
35. Ratsmitglied ist Bürgermeister Gerhard Böhling, der sich am Sonntag um eine zweite Amtszeit bewirbt, die dann bis 2019 dauern würde. Mit 61 Prozent der Stimmen gewann Böhling seine erste Bürgermeisterwahl 2004, setzte sich damals gegen den von der SPD aufgestellten Carsten Feist und den Einzelbewerber Ewald Eden deutlich durch. Diesmal tritt er ohne Gegenkandidaten an und wird unter anderem auch von der SPD unterstützt.
„Ich möchte am Ende meiner ersten Amtszeit über die neue B 210 laufen können“, hatte Böhling seinerzeit erklärt. Der Bau der Schortenser Ortsumgehung, um die damals schon seit rund 30 Jahren gestritten wurde, war eines seiner dringendsten Wahlkampfthemen. Mit der Fertigstellung der neuen B 210 zum Ende der ersten Amtszeit hat es nicht ganz geklappt, aber immerhin sei er bereits mehrmals über die neue Brücke über die neue B 210 gelaufen. Und die Baustraße ist eigentlich auch fertig. „Das Projekt ist nun nicht mehr aufzuhalten, so Böhling.
Großes Thema von Gerhard Böhling war seinerzeit die Einrichtung der schulischen Ganztagsbetreuung. Mittlerweile ist Schortens flächendeckend damit versorgt.
Er sei mit dem, was er erreicht hat, sehr zufrieden, so Böhling. Und er will mehr: Mittelständische und große Unternehmen nach Schortens holen, somit junge Leute halten und in die Wohnbauentwicklung einsteigen.
Seit der letzen Kommunalwahl 2006 haben sich die Gewichte im Schortenser Rat leicht verschoben: Den lautesten Knall gab es vor bald drei Jahren, als sich die BfB von der Mehrheitsgruppe scheiden ließ und in die Opposition ging. Nach internen Querelen wandten sich zugleich auch Peter Gamperl und Dr. Almut Eickelberg von der BfB ab, gründeten die Fraktion der Unabhängigen und blieben in der Gruppe von CDU, FDP und UWG. Darüber hinaus zog es zwei SPD-Mitglieder im vorigen Jahr auf die andere Seite. Statt der FdU gehen nun die Freien Wähler an den Start.
Vor großen Aufgaben
Der neue Schortenser Rat wird sich den Herkules-Aufgaben stellen müssen, die Finanzen der Stadt in den Griff zu bekommen und dabei die Lebensqualität in Schortens zu halten oder gar zu steigern. Themen der näheren Zukunft werden die Jugend- und Sozialarbeit sein, die Neubürgergewinnung und die weitere Ansiedlung von Unternehmen, um mehr Einnahmen aus anteiliger Einkommensteuer und Gewerbesteuer zu erzielen, wie auch die weitere städtebauliche Entwicklung und der Ausbau der Angebote als kinder-, familien- und seniorenfreundliche Stadt. Die Wähler können nun entscheiden, wem sie diese Aufgaben am ehesten zutrauen.
