Varel/Bockhorn/Zetel - Knapp 36 000 Männer und Frauen sind in Varel, Bockhorn und Zetel bei der Bundestagswahl am Sonntag, 22. September, stimmberechtigt. Eine ganze Reihe von ihnen hat schon die Stimme abgegeben – per Briefwahl. Von den 6840 Wahlberechtigten in Bockhorn hatten laut Gemeindeverwaltung am Dienstag bereits 793 gewählt – immerhin 11,6 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2009 lag die Zahl der Briefwähler bei 614, also deutlich unter zehn Prozent. Bei anderen Wahlen liegt die Zahl der Briefwähler zwischen 400 und 500.
In Zetel sind 9424 Bürger wahlberechtigt, auch in Zetel gibt es eine höhere Briefwahlbeteiligung. 975 Zeteler hatten bis Dienstagvormittag gewählt (10,3 Prozent). „Bei anderen Wahlen ist die Quote viel niedriger“, berichtete Matthias Kraul, der für die Organisation der Wahlen in Zetel verantwortlich ist.
In Varel haben sogar schon 2500 der 19662 Wahlberechtigten gewählt (12,7 Prozent). 2009 waren es 2000 gewesen. Die hohe Briefwahlbeteiligung hat Folgen für die Auszählung. Die Briefwahlstimmen werden nämlich beim Kreiswahlleiter ausgezählt, und das ist bei einer Bundestagswahl Wilhelmshaven. Wahlleiter Rudolf Perkams berichtete, dass er die Zahl der Wahlhelfer in den beiden Briefwahlvorständen für Varel erhöhen wird. Es gibt zwei Briefwahlvorstände für Varel, für Bockhorn und Zetel je einen. Insgesamt gibt es 400 Wahlhelfer in Wilhelmshaven, 150 davon für die Briefwahl. Die Briefwahl-Stimmen aus allen Gemeinden werden übrigens in der Stadthalle in Wilhelmshaven ausgezählt.
