Wesermarsch - Wie soll es in den Städten und Kommunen weitergehen? Die Zahl der Flüchtlinge steigt, Ehrenamtliche und Verwaltungsmitarbeiter sind oft an den Belastungsgrenzen angekommen.
Die Bürgermeister der Wesermarsch wollen nun enger zusammenarbeiten. Deswegen haben sie sich jetzt auf Initiative des Landkreises zu einem Abstimmungsgespräch getroffen. Auch die Polizei Brake und Nordenham haben an diesem Treffen teilgenommen.
„Zunächst beschrieben die Mitarbeiter der Polizeikommissariate Nordenham und Brake die Spannungs- und Konfliktfelder im Umgang mit Flüchtlingen“, teilt Matthias Sturm, Sprecher des Landkreises Wesermarsch, mit.
Anschließend hätten die Bürgermeister über die aktuelle Betreuungs- und Unterbringungssituation berichtet. Bis Ende Januar sollen 629 Flüchtlinge aufgenommen werden. Große Sammelunterkünfte müssten in keiner der Kommunen errichtet werden. „Übereinstimmend wurde mitgeteilt, dass die Unterbringung weiterhin dezentral in den Kommunen erfolgen könne“, so Sturm.
Teilweise könnten die Flüchtlingen in gemeindeeigenen Wohnungen untergebracht werden. Alternativ können die Verwaltungen weiterhin freie Wohnungen und Gebäude anmieten. Außerdem befinde sich noch freier Wohnraum im Bestand der Wohnungsbaugesellschaften im Kreis.
Probleme sehen die Bürgermeister beim Personal. Die Kommunen würden zwischenzeitlich „an ihre Belastungsgrenze stoßen und wünschten sich weitere beratende oder koordinierende Unterstützung durch den Landkreis“, so Sturm. Die Kreisverwaltung hat deswegen drei Ansprechpartner in der Kreisverwaltung ernannt . Außerdem steht weiterhin die Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe beim Landkreis für Fragen zur Verfügung. Sie habe „bereits ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut“ und Hilfestellung geleistet.
So könnten dort etwa Leitlinien zur aktuellen Flüchtlingssituation zusammen mit den Kommunen entwickelt werden, „die einer sinnvollen Vereinheitlichung in der Wesermarsch dienen.“ Zur Arbeit von Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe habe nun der Gemeindeunfallversicherungsverband (GUV) „Hinweise gegeben“. Unterstützen will der Kreis weiterhin bei ordnungs- und baurechtlichen Fragestellungen, etwa bei der Beurteilung von Wohnraum.
