Wildeshausen - Um das Projekt „Stolpersteine“ voranzubringen, will der Arbeitskreis „Für Demokratie und Toleranz“ im Präventionsrat der Stadt Wildeshausen noch im Frühjahr Kontakt zu entfernten Angehörigen Wildeshauser Holocaust-Opfer aufnehmen. „Wir verfolgen derzeit zwei Linien und sind optimistisch, dass es klappt“, sagte Arbeitskreis-Vorsitzende Ingeborg Jacoby der NWZ. Damit setze man einen Auftrag der Ratsgremien um.

Ziel sei es, dass der Kölner Künstler Gunter Demnig kleine, mit einer gravierten Messingoberfläche versehene Kopfsteine im Bürgersteig vor den letzten freiwillig gewählten Wohnungen der Holocaust-Opfer einsetze. Die kleinen Mahnmale sollen täglich an die Verbrechen der NS-Zeit erinnern. Die Idee des Kreises „Für Demokratie und Toleranz“ stieß vor allem bei der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg und dem Wildeshauser Bodo Gideon Riethmüller auf Widerstand. Daher gab der Rat den Auftrag, Kontakt zu möglichen Nachfahren der Holocaust-Opfer zu suchen.