Hundsmühlen - Vor einer Woche noch hatte sich Hartmut Heinen, Vorsitzender des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst, von einer möglichen Fusion mit den Kreisen Ammerland, Friesland, Wesermarsch, Oldenburg-Stadt und Wilhelmshaven distanziert. „Dafür sehe ich schwarz“, sagte Heinen auf einer Arbeitstagung mit seinen Vereinen. Am Donnerstag traf sich Heinen nun mit Vertretern der anderen Kreise und des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) – unter anderem der Präsident Karl Rothmund – in Hundsmühlen. Dort folgte anscheinend eine wichtige Weichenstellung für eine große Reform: Denn mit einer Absichtserklärung votierten die Vorsitzenden der sechs NFV-Kreise für einen Zusammenschluss. Wolfgang Mickelat (Ammerland), Heinz Lange (Friesland), Enno Cording (Oldenburg-Stadt), Thorsten Böning (Wesermarsch), Uwe Reese (Wilhelmshaven) und Heinen betonten, dass sie spätestens bis zum 1. Juli 2017 diese große Kreisfusion, die in Niedersachsen richtungsweisend ist, eingehen wollen.

Dieter Ohls, NFV-Vizepräsident und Bezirksvorsitzender Weser-Ems, leitete die Diskussionsrunde. NFV-Präsident Karl Rothmund freute sich über die Bereitschaft der sechs Kreisvorsitzenden, die Fusion vorzunehmen und sprach von einer „überaus wichtigen, sportpolitischen Entscheidung“.

Ob der Großkreis tatsächlich kommt, darüber stimmen am Ende allerdings die Vereine ab. Dies werden sie laut Heinen bei einem Kreistag machen. Heinen selbst war am Freitag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.