KREYENBRüCK - Schnecken und Zwergkaninchen wohnen in der Kindertagesstätte. Jetzt sind für eine Woche kleine Osterküken zu Besuch.
Von Mandy von Pless
KREYENBRÜCK - Ein niedliches Bild: Die Kinder sitzen im Stroh und kuscheln mit den beiden Zwergkaninchen Krümel und Schlappi. Vor einem Dreivierteljahr sind die beiden Muckis in die Scheune des alten Bauernhauses der Kindertagesstätte an der Cloppenburger Straße eingezogen.Die Mitarbeiterinnen der Tagesstätte wissen um den pädagogischen Nutzen der Tierhaltung: „Der Kontakt mit ihnen wirkt sich positiv auf das Sozialverhalten der Kinder aus. Und im Sommer sind die Kaninchen Seelentröster für die neu aufgenommenen Kinder, die sich nur schwer von ihren Eltern trennen können“, beschreibt Gabriele Siebert, Leiterin der Kindertagesstätte.
Die Pflegearbeit der kuscheligen Bewohner übernehmen alle Kinder gemeinsam, so dass die Verantwortung aufgeteilt wird. Sie müssen den Stall ausmisten, die Kaninchen pflegen und füttern. Aber nicht nur die Kinder kümmern sich um Krümel und Schlappi, auch die Eltern helfen mit. „Am Wochenende haben wir einen Futterdienst. Dann kommen die Eltern mit ihren Kindern zur Tagesstätte, um die Tiere zu versorgen", schildert Siebert.
Die Kaninchen sind nicht die einzigen Tiere, die in der Kindertagesstätte wohnen. Seit drei Jahren leben dort auch Schnecken. Und seit vergangenem Freitag sind für eine Woche 23 Osterküken zu Besuch. Die Kinder konnten ihnen sogar beim Schlüpfen zusehen. Während der sieben Tage schauen die Jungen und Mädchen immer wieder begeistert zu, wie schnell sich die Tiere entwickeln.
Die Küken hat der Züchter Frerich Siwek so kurz vor Ostern in die Kindertagesstätte gebracht. Er stellt alles zur Verfügung und kommt jeden Tag vorbei, um nach den Tieren zu sehen. „Das macht Herr Siwek kostenlos. Er verlangt nur eine Spende, die er an das Elisabeth-Kinderkrankenhaus weiter gibt“, so die Kita-Leiterin.
Mit den Tieren soll den Kindern anschauliches Lernen ermöglichen werden. „Unsere Kindertagsstätte ist die einzige städtische Einrichtung, die die Haltung von Kleintieren gezielt in ihr pädagogisches Konzept mit einbezieht. Die Kinder lernen so, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen“, beschreibt Gabriele Siebert.
Die Kinder sind glücklich, dass die Kaninchen, Schnecken und jetzt die Küken in der Tagesstätte wohnen. „Wir kümmern uns sehr gerne um die Tiere. Schön finde ich, dass wir immer mit den Kaninchen kuscheln können", freut sich Celina (5).
