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NWZonline.de Nachrichten Politik

Kritik an Hoeneß’ Freigang

03.01.2015

Berlin /München Politiker von SPD und Linkspartei üben scharfe Kritik an der Entscheidung, dem wegen Steuerhinterziehung inhaftierten Ex-FC-Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß Freigang zu gewähren. „Sieben Monate für 30 Millionen. Das ist nicht gerecht, sondern ein Hohn“, wettert Linkspartei-Chef Bernd Riexinger im Gespräch mit der NWZ.

Hoeneß war im März 2014 zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden und hatte seine Strafe Anfang Juni angetreten. Ab sofort darf er die Haftanstalt tagsüber verlassen, um in der Jugendabteilung des FC Bayern zu arbeiten.

„Für Uli Hoeneß gab es ganz offensichtlich eine Extrawurst“, sagte Riexinger. Jeder Autodieb werde in Bayern strenger bestraft als „der Millionendieb Hoeneß“. Alles rieche „nach einem faulen Deal“ zu Lasten der Gerechtigkeit. „Es muss jetzt aufgeklärt werden, ob das bayrische Kabinett zu irgendeinem Zeitpunkt seine Finger im Spiel hatte“, so Riexinger weiter. „Mit der Sonderbehandlung soll offenbar das Schweigen von Hoeneß erkauft werden.“

SPD-Vize Ralf Stegner sagte, es dürfe „im Interesse politischer Glaubwürdigkeit nicht einmal den Anschein von Vorzugsbehandlung für prominente Straftäter geben“. Steuerhinterziehung von weit über 25 Millionen Euro sei schwere Kriminalität und schade dem Gemeinwesen weit mehr als viele andere Straftaten. „Deshalb sollte die bayrische CSU-Regierung jedweden Zweifel ausräumen, sie hätte im Falle der schnellen Freigängerregelung für Herrn Hoeneß möglicherweise großzügiger gehandelt als bei anderen Straftätern, die in bayrischen Haftanstalten einsitzen“, so Stegner.

Katja Keul, Rechtsexpertin der Grünen erklärte dagegen, die Entscheidung der Justiz, dem Verurteilten Hoeneß Freigang zu gewähren, sei „ein legitimes Mittel zum Zwecke der Resozialisierung“.

Rasmus Buchsteiner Korrespondentenbüro Berlin
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