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NWZonline.de Nachrichten Politik

Niedersachsen Und Bremen: Kritik an Vergabe von Schulplätzen an Flüchtlinge

18.08.2015

Bremen /Hannover Die Flüchtlingsräte in Bremen und Niedersachsen haben die Vergabe von Schulplätzen an Flüchtlingskinder kritisiert. Häufig werde nicht genug auf die individuellen Bedürfnisse der jungen Menschen eingegangen. „Bei der Aufnahme der Flüchtlingskinder gibt es keine grundsätzlichen Probleme“, sagte der Geschäftsführer des niedersächsischen Flüchtlingsrats, Kai Weber. „Diese liegen mehr im Detail.“ Grund dafür sei der unterschiedliche Bildungsstand der Kinder. Auch die Bildungsmöglichkeiten für 16 bis 21 Jahre alte Flüchtlinge bereiten den Verbänden Sorgen.

Im vergangenen Schuljahr sei es in manchen Schulen beispielsweise zu Verzögerungen bei der Bildung von Sprachklassen gekommen. „Das ist aber ein strukturelles Problem, das sich schnell beheben lassen müsste“, sagte Weber. In den Sprachklassen sollen die Kinder und Jugendlichen auf den Besuch einer Regelklasse vorbereitet werden. Nach Angaben des Kultusministeriums seien bis Juli diesen Jahres rund 2800 Flüchtlinge zwischen 6 und 15 Jahren gezählt worden. Hinzu kämen die Jugendlichen über 15 Jahre sowie Kinder, die nicht über eine Aufnahmeeinrichtung eingereist sind. Zahlen, wie viele Flüchtlingskinder im kommenden Schuljahr eine niedersächsische Schule besuchen werden, nannte das Ministerium nicht.

Der Geschäftsführer des Flüchtlingsrats schätzt, dass 30 bis 40 Prozent der Flüchtlinge in Niedersachsen im schulpflichtigen Alter sind. Problematisch werde es bei Jugendlichen, die zwischen 18 und 21 Jahren alt sind. „Sie landen in der Zuständigkeit der Arbeitsagentur“, sagte Weber. Und diese sei nicht für die Sprachförderung zuständig. „Wir brauchen eine schulische Betreuung über das 18. Lebensjahr hinaus.“

Durch die bisherige provisorische Unterbringung der Flüchtlinge sei der Zugang zu Bildung nicht ausreichend gewesen, kritisierte auch der Bremer Flüchtlingsrat. „Wir sehen, dass die schulische Versorgung eine große Herausforderung ist“, sagte der Mitarbeiter des Flüchtlingsrats, Marc Millies. „Aber es ist eine Anstrengung für die Zukunft.“ Jugendliche Flüchtlinge kurz vor der Volljährigkeit würden häufig auf allgemeinen Berufsschulen landen, wären aber auf einer anderen Schulform besser aufgehoben. „Es besteht die Gefahr, dass Potenzial verschenkt wird“, mahnte Millies. „Wir hoffen, dass die Sommerpause genutzt wurde, um die Planung voran zu treiben.“

Nach Angaben eines Sprechers der Bremer Senatorin für Kinder und Bildung wurden im vergangenen Schuljahr gut 500 Kinder von Flüchtlingen und rund 350 unbegleitete Minderjährige an den Bremer Schulen aufgenommen. Wie viele Flüchtlingskinder es im kommenden Schuljahr seien werden, könne man noch nicht sagen.

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