Artikel „Nächste Phase für A 20 läuft an“ in der NWZ vom 10. Januar
Der mit der Thematik einigermaßen vertraute Mensch fragt sich beim Lesen der von Zeit zu Zeit in der Nordwest-Zeitung publizierten Artikel und Informationen zum Thema „Küstenautobahn A 20“, wozu und was hier überhaupt noch berichtet wird, denn: Mit Vorstellung des Verkehrs-Investitionsrahmenplans (IRP) für die Jahre 2011 bis 2015 durch den Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer Ende letzten Jahres ist die Realisierung der A 20 in weite Ferne gerückt, wenn nicht sogar komplett vom Tisch. Der Rahmenplan beinhaltet die von der Bundesregierung favorisierten Verkehrsprojekte, für die letztendlich Gelder zur Verfügung gestellt werden, und stuft hier das Projekt A 20 nicht etwa in die Kategorie „laufende Vorhaben“ beziehungsweise „prioritäre Vorhaben im IRP-Zeitraum“ ein, sondern in den Bereich „weitere wichtige Vorhaben“, die, Zitat: „In der Regel erst nach 2015 begonnen werden können“, falls überhaupt. Die Prämisse des Verkehrsministeriums lautet, daß erst marode Straßensubstanz in Stand gesetzt werden soll, was ja für die Wesermarsch angesichts der Buckelpisten nicht unerheblich ist, um dann zu schauen, welche Neubauvorhaben wichtig sind und wo Gelder zur Verfügung gestellt werden können; und hierzu zählt die A 20 offensichtlich nicht.
Deshalb: Die Realisierung der A 20 wird von der Bundesregierung für nicht vordringlich erachtet und scheint komplett vom Tisch. Daß der Bevölkerung und lokalen Politikern hier kein reiner Wein eingeschenkt wird, ist auch klar.
Jochen Cohrs, Jade
