Von den Grünen in Niedersachsen ist man einiges gewohnt. In der Vergangenheit verging kaum ein Parteitag, ohne dass bei der Öko-Partei die Fetzen flogen. Auch zwischen den Delegiertentreffen fand sich noch viel Platz für Querelen, Intrigen und Skandale.

Erst mit der Wahl von Brigitte Pothmer und Raimund Nowak endete die Ära der plötzlichen Rücktritte von Landeschefs. Beide lotsten die Partei in ruhigeres Fahrwasser. Doch die Ära Pothmer war nur von kurzer Dauer und mit der Wahl ihrer zu leisen Nachfolgerin Susanne Leifheit verschwand der Landesvorstand weitestgehend aus der öffentlichen Wahrnehmung.

Insofern ist der Rückzug von Leifheit für die Partei kein Beinbruch. Härter würde es die Grünen treffen, sollte auch Nowak hinwerfen. Im Streit um einen komplett neuen Vorstand könnten die alten Flügelkämpfe rasch wieder aufleben. Gute Wahlergebnisse und Umfragewerte wären da schnell Makulatur. Das kann sich die Partei im Wahlkampfjahr kaum leisten. Vieles spricht dafür, dass Nowak bleibt. Gesucht wird eine starke Frau.

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