LANDKREIS - „Der Schwerpunkt der Arbeit des Kreisbehindertenrates wird in Zukunft die kommunale Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sein.“ Das erklärte der Vorsitzende des Kreisbehindertenrats, Hans Sperveslage (Wüsting), am Freitag im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Gremiums. Daher sei im Juli vergangenen Jahres der Antrag auf Einrichtung einer Koordinierungsstelle beim Landkreis Oldenburg gestellt worden.

Sperveslage zog bei der gut besuchten Versammlung eine Bilanz der Aktivitäten in den vergangenen zwölf Monaten. Zur Umsetzung der UN-Konvention gehörten - die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum, - eine Assistenz für Menschen mit Behinderungen zum selbstbestimmten Leben sowie - Anregungen zum Einkauf ohne Hindernisse.

Ziel sei die Einrichtung eines „Runden Tisches“ unter Beteiligung aller relevanten Gruppen, so Sperveslage. Detailliert werde die Arbeit des Kreisbehindertenrats in der nächsten Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses für den Kreis am Dienstag, 5. Juni, dargestellt. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung berichtete Jörg Arendt-Uhde, Regionalgeschäftsführer der Diakonie Himmelsthür, über das Konzept der Dezentralisierung der Einrichtung. Egbert Ahlrichs von der Freiwilligenagentur Wildeshausen („Misch mit“) erklärte das Projekt „Ehrensache“. Dabei sollen Paten gefunden werden für Menschen mit Behinderungen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen.