LANDKREIS - Großes Stühlerücken im Kreishaus: Landrat Frank Eger gliedert zum 1. April die Verwaltungsspitze um. Auslöser ist unter anderem die Veränderung im Bauordnungsamt (Amt 60). Dort wechselt Amtsleiter Dieter Vogel in den wohlverdienten Ruhestand. Nachfolger wird sein bisheriger Stellvertreter Peter Nieslony, wie Eger auf NWZ -Anfrage bestätigte.
Einen Wechsel wird es auch an der Spitze des Rechnungsprüfungsamtes (Amt 14), das direkt dem Landrat zugeordnet ist, geben: Dort soll Wilfried Fürup die Nachfolge von Bernd Kriest antreten. Fürup leitet bislang die Stabsstelle „Struktur und Schule“ (Amt 40). Hier soll Dezernent Horst Witte die Amtsleitung übertragen werden.
Nach dem Willen Egers erhält das Dezernat II (bislang „Inneres“) einen neuen Zuschnitt. Es firmiert ab April unter dem Titel „Personal und Schulen“. Dazu gehören das Personal- und Kulturamt (Amt 11) mit Witte und seiner Stellvertreterin Sabine Scheller an der Spitze sowie der Bereich „Struktur und Schule“. Abteilungen der klassischen Hauptverwaltung, die bislang zum alten Dezernat „Inneres“ gehörten – darunter die Bereiche EDV oder Post – werden dem Amt 20 „Kämmerei“ zugeschlagen. Kämmerer Carsten Harings steht künftig dem Amt „Innere Verwaltung, T u I und Finanzen“ vor, das direkt dem Landrat zugeordnet ist. De facto erhält der „Kassenwart“ des Kreises deutlich mehr Einfluss. Die übrigen Dezernate behalten die bisherige Struktur bei.
Wie Eger sagte, muss der Kreistag der Neugliederung, insbesondere der Berufung Fürups an die Spitze des RPA, noch zustimmen.
Derweil lobte der Landrat die Zustimmung aller Gemeinde- und Stadträte zum Kompromiss in Sachen Schulbaukasse. Bei einem Treffen sei er mit den Hauptverwaltungsbeamten übereingekommen, dass künftig bei Beratungen zur Schulbaufinanzierung Vertreter sämtlicher Gemeinden am Tisch sitzen. Spätestens bis zum Ende des Jahres 2009 soll ein neues Modell für die Schulbaukasse gefunden werden, sagte Eger.
