Landkreis Oldenburg - Digitale Handzeichen, Mikrofone und eine Moderatorin: 26 Parteimitglieder beteiligten sich an der ersten virtuellen Mitgliederversammlung der Grünen am Dienstagabend. „Die Meinungen bezüglich der Online-Versammlung waren durchweg positiv. Wir konnten Abstimmungen durchführen und uns über die aktuelle Situation austauschen“, berichtet Birte Wachtendorf, Geschäftsführerin der Grünen im Landkreis Oldenburg. Vereinzelt habe es Probleme mit dem Mikrofon gegeben, so dass einige Mitglieder erst nach einem Neustart wieder zugeschaltet waren.

Einige Parteimitglieder seien auch telefonisch zugeschaltet gewesen. Durch den Abend führte Elke Szepanski (Sprecherin des Kreisvorstands), Jan Speidel (Kreisvorstand) und Birte Wachtendorf waren für die Organisation zuständig. Nach kurzer Verspätung schloss sich auch die Grünen-Landtagsabgeordnete Susanne Menge der Gruppe an. Sie habe Rückmeldungen von Parteimitgliedern beantwortet und die aktuelle Lage in den Flüchtlingsunterkünften angesprochen. „Wie können die Geflüchteten auf Corona getestet werden“?, fragte sie in die Runde. Andere Grünen-Mitglieder erweiterten den Personenkreis und forderten bessere Hygienemaßnahmen für Schlachthof-Mitarbeiter.

Damit die Parteimitglieder nicht alle durcheinander reden, wurde ein digitales Handzeichen eingeführt. Dies signalisierte der Moderatorin, dass jemand etwas sagen möchte. Des Weiteren waren die Mikrofone stummgeschaltet, wenn jemand sprach. Bei der ersten virtuellen Abstimmung stand der Info-Stand auf der Messe LandTageNord 2020 (verschoben auf den 18. bis 21. September) auf dem Zettel. Die Mitglieder stimmten mit knapp 55 Prozent dafür, nicht teilzunehmen, vorausgesetzt die Corona-Krise bleibe weiter bestehen.

Bei den Wahlen wurde Elke Szepanski vom Kreisvorstand für die nächsten zwei Jahre als Vorstandssprecherin bestätigt, ihre Stellvertreterin ist Kirsten Neuhaus. Die nächste Versammlung soll aller Voraussicht nach in vier Wochen wieder virtuell stattfinden.