Berlin - Der demografische Wandel führt einer neuen Studie zufolge zu immer höheren Versorgungskosten in ländlichen Regionen. „Je weniger Menschen in einer Region leben, desto teurer wird die Versorgung“, sagte Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, bei der Vorstellung der Studie „Vielfalt statt Gleichwertigkeit“.

So lägen schon heute die Pro-Kopf-Ausgaben für Energie, Abwasser, Straßen, Bildung und ärztliche Versorgung im ländlichen Raum höher als in den Städten, heißt es in der mit dem Potsdamer Institute for Advanced Sustainabilty Studies (IASS) verfassten Studie. Nach dem in Deutschland geltenden Prinzip der Gleichwertigkeit sollte es in allen Regionen des Landes „gleichwertige Lebensverhältnisse“ geben, betonte er. Das jedoch werde durch die Entvölkerung ländlicher Räume immer schwieriger.

Wo nur noch wenige Personen leben, lohne es sich nicht, neue Straßen zu bauen oder den Linienverkehr aufrechtzuerhalten, heißt es in der Studie. Stattdessen sollten flexible Verkehrskonzepte entwickelt werden.