Vordersten-Thüle - Das 35. traditionelle Kohlessen des SPD-Ortsvereins Friesoythe im Hotel Landhaus Pollmeyer in Vordersten-Thüle war hervorragend besucht. Vorstandsmitglied Roland Winkler ließ bei der Begrüßung die Ortsvereinsvorsitzende Melanie de Buhr wegen Krankheit sowie die SPD-Landtagsabgeordnete und SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzende Renate Geuter, die sich zurzeit in Kolumbien aufhält, entschuldigen.
Zahlreiche Ehrengäste konnten dennoch begrüßt werden, darunter Bernhard Bramlage (Landrat des Landkreises Leer) sowie der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Günter Graf, den Winkler als „Vater des SPD- Kohlessens“ würdigte. Ihm sei es zu verdanken, dass das Kohlessen zu einer festen Einrichtung geworden ist, bei dem man nur ein ausverkauftes Haus kenne. Winklers besonderer Gruß galt zudem der SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriele Groneberg, Bürgermeister Sven Stratmann, Dechant Michael Borth und Diakon Heinz Wübben sowie dem Pfarrerehepaar Joachim und Sabine Prunzel.
Kontakte wieder enger
Winklers Dank galt den Organisatoren, insbesondere Geschäftsstellenleiterin Maria Maul sowie den vielen Sponsoren.
In seinem Grußwort schwelgte Landrat Bramlage in Erinnerungen, denn er wurde 1949 in Friesoythe geboren. Sein Vater Bernd Bramlage sen. habe von 1947 bis 1954 das Amt des Stadtdirektors in Friesoythe inne gehabt. Im Garten des ehemaligen Katasteramtes habe er gespielt. Das damalige Friesoyther Kino sei ihm ebenfalls in bester Erinnerung wie auch das Schwimmbad. Zudem erinnerte Bramlage an eine Episode aus Koblenz, als er sich dort vor vielen Jahrzehnten einen Reisepass ausstellen ließ. Damals habe er Friesoythe zu einem Teil Ostfrieslands gemacht. Auf die Frage, wo sein Geburtsort Friesoythe liege, habe er geantwortet „vor Ostfriesland“ und die Dame habe eingetragen „Frie-soythe in Ostfriesland“.
Die Kontakte zu Friesoythe seien nie ganz abgerissen, zumal man im Weser-Ems-Raum strukturell gesehen mit ähnlichen Problemen zu tun habe. Und jetzt mit dem neuen SPD-Bürgermeister seien die Kontakte wieder sehr eng geworden, so Bramlage. Lob zollte er der Friesoyther SPD für ein hervorragend ausgerichtetes Kohlessen. Ein so gut besuchtes Kohlessen sei nicht selbstverständlich.
Bürgermeister Stratmann meinte humorvoll, wo der Landrat früher im Garten des Katasteramtes gespielt habe, würde er jetzt „spielen“. Das Kohlessen lobte er als „Hausnummer“ und dankte Günter Graf.
Helfende Hände gesucht
Ernster werdend meinte Stratmann dann, dass die Probleme Europas vor Ort an der Basis gelöst werden würden. Um die Herausforderungen der vielen hilfesuchenden Menschen zu bewältigen, sei die ganze Gesellschaft gefordert, jeder Einzelne solle sich einbringen. Es würden dringend helfende Hände gesucht wie auch Wohnraum für Flüchtlinge.
Nach der deftigen Grünkohl-Mahlzeit sorgte ein „DJ“ für Tanz und Musik. Abwechslung bot eine Tombola, die von SPD-Vorstandsmitglied Sören Baumtrock moderiert wurde.
