Wildeshausen - Drei Pferdekutschen mit zehn Gildemitgliedern sind am Mittwochmittag am Kreishaus in Wildeshausen vorgefahren, wo Landrat Carsten Harings und Kreistagsvorsitzender Helmut Hinrichs den neuen König und den neuen Schaffer der Wildeshauser Schützengilde, Lars Kröger und Michael Rüdebusch, empfangen haben.

„Ich genieße es Jahr für Jahr, das Gildefest mitfeiern zu dürfen“, meinte der Landrat. Auch unter seinen Kollegen in der Kreisverwaltung finde das Traditionsfest großen Anklang.

Der Landrat dankte dem aus dem Amt geschiedenen Oberst Ernst Frost für seine Verdienste um die Schützengilde sowie für menschliche Wärme und Nähe. Frost war zusammen mit seinem Nachfolger Willi Meyer, mit General Jens Kuraschinski und den Offizieren Harro Grotelüschen, Siegbert Schmidt, Andreas Tangemann, Günter Vorberger, Thomas Eilers sowie Schaffer und König zum Empfang gekommen.

Schaffer und König, beide 29 Jahre alt, wünschte der Landrat ein tolles Jahr. Harings und Hinrichs überreichten Rüdebusch und Kröger jeweils ein Präsent. Auch für Hinrichs gab es ein Geschenk. Kuraschinski heftete ihm einen Papagoy ans Revers.

Für den Landrat hatte der General eine erste Spitze parat, als er ihn fragte, ob er denn schon Gildemitglied sei. Der Landrat antwortete darauf nicht, sondern verwies auf das Rededuell am Mittwochnachmittag am Rathaus mit dem Bürgermeister, der in Wildeshausen gleichzeitig General der Gilde ist. Bis zum Empfang war der Landrat noch kein Gildemitglied.

Schaffer und König, die nach eigenem Bekunden in der Nacht zum Mittwoch kaum Schlaf bekommen hatten, hielten sich derweil bedeckt. Für sie folgte nach dem Empfang die Parade samt Rockappell auf der Herrlichkeit. Dorthin fuhren sie standesgemäß in der Gildekutsche, die von dem Kutscher Manfred Heimbrock aus Benstrup gelenkt und den beiden Pferden Casus und Urmel gezogen wurde.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg