Hude - Noch bis zu diesem Dienstag, 30. Juni, können sich Huder an der Lärmaktionsplanung der Bahn beteiligen. Diese versucht mithilfe einer Umfrage, eine genaue Übersicht der Lärmbelastung einzelner Bürger zu erfassen. „Bisher haben sich etwa 60 Bürger eingetragen“, sagt Dieter Holsten vom Aktionsbündnis Schiene aus Hude. Das sei schon eine gute Zahl, aber wenn man bedenke, wie viele Huder entlang der Bahnschieben leben, sei noch Luft nach oben.
„Der Sinn der Aktion ist, dass wir die Hauptstellen erkennen, in denen es zu sehr lärmt“, begründet Holsten die Aktion. Außerdem gehe sie Hand in Hand mit einer Initiative von Bund und Deutscher Bahn, die Lautstärke des Bahnverkehrs vom Jahr 2000 bis ins Jahr 2020 um die Hälfte zu senken. Das soll unter anderem durch die Bekämpfung an der Quelle, etwa durch glattere Schienen, bessere Räder und leisere Bremsen, aber auch durch Lärmschutzwände erreicht werden. „Wir setzen große Hoffnungen darauf“. In Bremen habe die Umfrage bereits etwas bewirkt.
Die Anmeldung sei nicht allzu leicht, weswegen das Huder Aktionsbündnis eine leicht verständliche Bedienungsanleitung im Internet unter www.aktionsbuendnis-bahn.de veröffentlicht hat. „Nach der Registrierung ist man in fünf Minuten fertig“, verspricht Dieter Holsten. Dabei seien nicht nur Huder aufgerufen, die unter dem Rattern der Züge leiden würden, sondern alle Einwohner – kein Lärm sei schließlich auch ein Ergebnis. Je mehr Menschen sich an der Umfrage beteiligen würden, desto genauer und umfassender werde das Ergebnis. „Ich habe auch teilgenommen, obwohl ich weiter entfernt wohne und die Züge kaum höre“, sagt der wenig vom Bahnlärm betroffene Dieter Holsten und hofft auf nun darauf, dass sich noch ein paar Anwohner melden. Die eigentliche Befragung finde man unter www.laermaktionsplanung-schiene.de.
