„Als der Krieg an der Haustür klingelte“ (NWZ  vom 29. April; Bericht über Johann Harms’ Erlebnisse zum Ende des Zweiten Weltkrieges)

„Dankbar ist er auch, dass in Deutschland seit 70 Jahren Frieden ist. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das ist ein Geschenk, ein kostbares Gut.“ Diese Worte zu lesen, tut gut. Die heutige Zeit führt uns vor Augen, auf welcher Insel der Glückseligen wir in Deutschland leben.

Wenn sie übers Mittelmeer mit Nussschalen zu uns kommen, hoffen sie, ein friedliches Europa zu finden. Die junge Generation in Deutschland vermag sich dieses Elend nicht vorzustellen. Im Urlaub waren sie vielleicht in Afrika, aber nicht dort, wo das Elend herrschte. Sie waren vielleicht in Urlaubsghettos, abgeschirmt vor Gefahren. Aber Krieg, wie es Herr Harms erlebte, war damals Alltag,. Jeder, der diesen Zustand erlebte, wird es nie vergessen.

Deprimierend muss es für die heutigen Soldaten in Afghanistan sein, wohin sie der deutsche Staat abkommandierte. (Deutschlands Zukunft wird am Hindukusch verteidigt). Jetzt ziehen sie wieder ab. Erfolg? Aber wir Älteren können noch so viel mahnen, unsere Abgeordneten – von uns gewählt – stimmten zu. Mitgefangen, mitgehangen, sind wir doch Mitglied der Nato!

Es ist wohl so: Irgendwo in der Welt bekriegen sich zwei oder mehr Staaten. Sie brauchen Waffen und bekommen sie unter anderem von Deutschland. Nicht zu liefern bedeutet, ein anderer Lieferant wird gefunden. Unser Weltsheriff USA agiert – überall, unkontrollierbar. Prangert einer dies Gehabe an (Snowden), muss der um sein Leben bangen.

Wir Deutschen sollten uns hüten, dass unser Verhältnis zu dem östlichen Nachbarn Russland so leidet, dass es nicht zu kitten ist.

Hartmut Feddersen Brake