LEER/BRüSSEL -
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LEER/BRÜSSEL - Die Soldaten der EU-Militäroperation zum Schutz der Wahlen im Kongo werden zum eigenen und zum Schutz von Ausländern notfalls auch Gewalt anwenden. Das betonte der Kommandierende des Einsatzes, der deutsche General Karlheinz Viereck, in Brüssel: „Ich habe ausreichend Ausrüstung, um zu kämpfen.“ Die vorrangige Aufgabe der EU-Truppe sei neben der Abschreckung jedoch, für Vertrauen in die Parlaments- und Präsidentenwahlen zu sorgen.Nach Angaben von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU), der gestern 80 Soldaten des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte „Ostfriesland“ aus Leer zum Einsatz im Kongo verabschiedete, wird der auf vier Monate befristete Einsatz 56 Millionen Euro kosten.
Die Einsatzkräfte Sanitätsdienst verfügen – so der Minister – über die modernste Technik der Welt. Der Einsatzverband ist für die medizinische Versorgung der deutschen Soldaten im Kongo verantwortlich. Dazu werden zwei Basislager in Libreville (Gabun) und Kinshasa (Kongo) eingerichtet. Die ersten Material-Transporte gehen ab 26. Juni von Emden per Schiff nach Libreville.
REGION, S.10
