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NWZonline.de Nachrichten Politik

Bundesgericht bestätigt Kükentöten noch als rechtmäßig

14.06.2019

Leipzig Das Bundesverwaltungsgericht hat das massenhafte Töten männlicher Küken in der Legehennenzucht vorerst noch als rechtmäßig bestätigt. Bis zur Einführung von alternativen Verfahren zur Geschlechtsbestimmung im Hühnerei dürften Brutbetriebe männliche Küken weiter töten, urteilte das Gericht in Leipzig am Donnerstag. (BVerwG 3 C 28.16 und 3 C 29.16) Die wirtschaftlichen Interessen der Brütereien seien zwar allein kein vernünftiger Grund im Sinne des Tierschutzgesetzes. Bis Alternativen zur Verfügung stünden, sei die Fortsetzung der Praxis aber noch rechtmäßig.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte das Kükentöten 2013 per Erlass stoppen wollen. Zwei Brütereien aus NRW klagten dagegen.

Lesen Sie auch:
Wie weit sind Alternativen zum Kükentöten?, Artikel vom 11. Juni 2019
Tierschützer hoffen beim Kükentöten aufs Verwaltungsgericht, Artikel vom 12. Mai 2019

Jedes Jahr werden in Deutschland nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums rund 45 Millionen männlicher Küken getötet. Das Problem: Für die Produktion von Eiern werden Legehennen gezüchtet. Die Rassen sind drauf getrimmt, viele Eier in kurzer Zeit zu legen. Sie setzen kaum Fleisch an, so dass sie sich für die Mast nicht eignen. Männliche Tiere braucht man nicht. Weil man das Geschlecht bisher erst nach dem Schlüpfen erkennen konnte, werden die männlichen Küken vergast. Tierschützer kritisieren das heftig.

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) warnt vor einem vorschnellen Verbot des Kükentötens. Die Branche wolle das Töten der Küken beenden und das ethische Problem lösen, erklärte Verbandspräsident Friedrich-Otto Ripke. Alternative Verfahren, um das Geschlecht bereits im Hühnerei zu erkennen, seien aber noch nicht praxisreif. Deswegen hofft der ZDG auf eine mehrjährige Übergangsfrist.

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