LEMWERDER - Empörung äußert die Ortsgruppe Lemwerder der Partei Bündnis 90/Die Grünen über die Atompolitik der Bundesregierung. Durch die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke werde der Wirtschaft im Bereich der Erneuerbaren Energien ein schwerer Stoß versetzt, sagt Peter Clamor von der Ortsgruppe. „Durch diese Politik wird ein geschlossener Vertrag aufgekündigt und ein schwerer gesellschaftlicher Konflikt aufgebrochen.“
Die Grünen in Lemwerder empfinden diese Entscheidung als Provokation, so Clamor weiter. Bürgermeister Beckmann habe sich in einer ersten Stellungnahme gegen eine Laufzeitverlängerung und für die regenerative Energie ausgesprochen. Die Ortsgruppe fordert nun die Vertreter von FDP und CDU im Gemeinderat auf, sich öffentlich zur Atompolitik zu äußern.
Am 18. September wollen die Grünen zu einer Großdemonstration gegen die Atompolitik der Regierung nach Berlin fahren. Interessenten, die ebenfalls zur Großdemonstration fahren wollen, können sich unter Telefon 0421/6741607 anmelden. Ein Bus fährt am Sonnabend um 6 Uhr in Berne ab.
Am Donnerstag, 16. September, laden die Grünen ab 20 Uhr in die Begu Lemwerder zu einer Versammlung ein. Gäste sind herzlich vollkommen. Auf der Tagesordnung stehen die Planungen für einen Informationsstand am 9. Oktober in Lemwerder, die Einrichtung einer Gesamtschule in der Wesermarsch sowie die Ergebnisse der Tagung „Kommunale Energieeffizienz“. Auch um die B 212neu und die Kommunalwahlen 2011 soll es gehen.
