Lemwerder - Der Verzicht von Lemwerders Bürgermeisterin Regina Neuke (parteilos) auf eine weitere Amtsperiode und die Wahl einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers bereits Anfang 2021 boten während der öffentlichen Fraktionssitzung der FDP Lemwerder ausreichend Grund für eine ausführlich Diskussion.

Den Parteien wurde dabei eine große Verantwortung bei der Wahl einer neuen Bürgermeisterin beziehungsweise eines neuen Bürgermeisters zugeschrieben. „Letztlich erfolgt aber die Wahl durch die Bürger der Gemeinde“, betonte der Fraktionsvorsitzende Harald Schöne.

Anforderungsprofil und Aufgaben einer Hauptverwaltungsperson wurden deshalb ebenso intensiv diskutiert wie Forderungen nach einer umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit zum Thema. „Für die Freidemokraten hat die Bürgermeisterwahl mit dieser Veranstaltung für die nächsten Monate den Anfang gefunden“, sagte Harald Schöne.

Weitere Kindergartenplätze in der Gemeinde waren das zweite beherrschende Thema auf der Sitzung der Gemeinderatsfraktion im Rathaus in Lemwerder.

24 erforderliche Kindergartenplätze sollen laut Beschluss zusätzlich zunächst in der Kindertagesstätten-Einrichtung in der Ortsmitte geschaffen werden. „Verlierer“ dabei ist der Hort mit seinen 75 Plätzen, der die Räumlichkeiten nach Schaffung des Krippenneubaus erhalten sollte.

Hortleiterin Gitte Wendelken, die in der Sitzung die von den Eltern wertgeschätzte Arbeit des Hortes vorstellte, zeigte sich von der neuen Situation enttäuscht.

Es gab Befürchtungen bei den Teilnehmern, dass diese Situation nicht nur eine kurzfristige Übergangsregelung sein wird.

Als Alternative stand die kurzfristige Schaffung einer zweiten Kindergartengruppe in Altenesch auf dem Vorschlagsplan der Verwaltung; diese Variante hatten auch die Freidemokraten favorisiert – sie wurde aber von der Ratsmehrheit als nicht kurzfristig umsetzbar abgelehnt.

Dass die Umsetzung sehr ambitioniert sei stehe außer Frage, hieß es nun in der Fraktionssitzung. Das treffe aber für alle baulichen Veränderungen zu, also auch für die Fertigstellung der drei neuen Krippengruppen an der Detmarstraße bis August 2020, führte Fraktionsvorsitzender Harald Schöne weiter aus. Der Ruf nach einem Plan B wurde deshalb an dem Abend laut.

Torsten Wewer
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