LEMWERDER - Es fällt schwer, die vielen Ämter aufzuzählen, die Erika Hanke (71) in der Politik schon inne gehabt hat. Diese Aufgabe hat während der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Lemwerder die Unterbezirksvorsitzende Karin Logemann übernommen, und sie rührte Erika Hanke zu Tränen, als sie ihr die Willy-Brandt-Medaille überreichte.

Die Willy-Brandt-Medaille der SPD wird nur selten vergeben. Erika Hanke, die seit 1977 der Parteimitglied ist, war vor 30 Jahren in den Rat gewählt worden und gehört dem Gremium seitdem ununterbrochen an. Seit Anfang der 90er Jahre ist sie 1. stellvertretende Bürgermeisterin und gehörte lange Zeit dem Kreistag an. Erika Hanke engagiert sich besonders für soziale Belange und die Frauenpolitik. Sie war die erste Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Lemwerder und Mitbegründerin des Arbeitskreises sozialdemokratischer Frauen (ASF) auf Ortsebene.

Diese Arbeit hob Karin Logemann besonders hervor: „Danke für dein Engagement, danke für deine Gradlinigkeit, danke für deinen Einsatz für die Schwachen in der Gesellschaft.“

Der Ortsverein Lemwerder, in dem mehr als hundert Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten organisiert sind, zählt zu den mitgliederstärksten der Wesermarsch. Viele Lemwerderaner halten ihm schon seit Jahrzehnten die Treue. Auch dafür gab es Auszeichnungen, allerdings hatten nicht alle Jubilare zur Jahreshauptversammlung kommen können.

Seit 45 Jahren gehören Emil Rehme, Martin Liebert, Bodo Stamer und Herbert Steinemann der Partei an. Ausgezeichnet wurden außerdem Renate Heppner (40 Jahre Parteimitglied), Marianne Assmann, Erika Hanke, Ursel Beckmann, Rudolf Storch, Klaus Pohl (35), Werner Kabeck (30), Brigitte Müller, Andreas von Lübken, Ingeborg Kwiske, Ortud Kudszus (25) Sabine Prößler-Gillerke, Harald Henning (20) sowie Anke Feja (15).

Über die Aktionen der Jusos berichtete deren Vorsitzender Jan-Olof von Lübken. Ortsvereinsvorsitzender Heinen verteidigte das Engagement der Jusos als Ausrichter großer Partys für Jugendliche. Wie berichtet, müssen die Jusos nun möglicherweise für Vandalismus an der Ernst-Rodiek-Halle aufkommen. Von Lübken hofft darauf, dass eine Versicherung den Schaden übernimmt. In dem Fall werden die Jusos eine Spende für Spielgeräte an Kitas und Schulen in der Partnergemeinde Gerwisch leisten.

Jan Lehmann Freigestellter Betriebsratsvorsitzender, Politik