LEMWERDER - Rund 30 der 108 SPD-Mitglieder fanden sich zur Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Lemwerder in der Ernst-Rodiek-Halle ein.
Nach einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr vom Vorsitzenden Uwe Heinen ergriff der Fraktionsvorsitzende Meinrad M. Rohde das Wort. Er betonte, dass seiner Partei Investitionen in die Zukunft der Gemeinde wichtiger als Steuergeschenke sind, die andere Parteien gern vor Wahlen machen. Für die meisten Bürger entpuppten sich diese Steuererleichterungen leider später als Mogelpackung, denn wirklich profitieren würden nur die, die ohnehin schon viel verdienen. Der Normalverdiener könne sich davon im besten Fall eine Currywurst im Monat leisten.
Er wies auf die erreichten Erfolge in Lemwerder hin: die Senkung der Kindergartenbeiträge, der neue Kunstrasenplatz, die bestellten Feuerwehrfahrzeuge oder den Parkplatz der Begu.
Auch die Beseitigung der Frostschäden des letzten Winters auf den Straßen gehörte dazu. „Wenn es der Gemeinde zurzeit, dank der reichlich sprudelnden Gewerbesteuern, finanziell sehr gut geht, sollte man sich nicht in Sicherheit wiegen und denken, dass das immer so bleibt“, warnte er. Sicherer sei es, Überschüsse zum Beispiel als Stiftung für die Jugend anzulegen um später darauf zurückgreifen zu können.
Die Skaterbahn soll dieses Jahr verwirklicht werden. Als Jugendtreffpunkt findet Rohde vorerst einen vorhandenen Raum in der Begu ausreichend, da er nicht teuer umgebaut werden müsste, wie beispielsweise der alte Bahnhof. Erst einmal für zwei Jahre befristet wird es einen Jugendpfleger geben.
Förderprogramme zur Wärmedämmung oder dem Umbau zum behindertengerechten Wohnen hält der Fraktionsvorsitzende für sinnvoll, die neue Oberschule hingegen nicht. „Das hat meiner Meinung nach nichts mit einer integrierten Gesamtschule zu tun, sondern ist einfach nur eine Zusammenlegung von Haupt- und Realschule“, so Rohde.
Der Kassenbericht der Partei von Werner Niemeyer fiel nicht ganz so positiv aus. Die Ausgaben überstiegen die Einnahmen. In ein Minus gerät die Partei deswegen allerdings noch lange nicht. Parteimitglied und Bürgermeister Hans-Joachim Beckmann mahnte zur Vorsicht, nicht dauerhaft über die Verhältnisse zu wirtschaften. Auch Wahlen standen an. In schriftlicher Abstimmung wurden Uwe Heinen als Vorsitzender und Annemarie Herrendorf sowie Andreas Jabs als seine Stellvertreter erneut in ihren Ämtern bestätigt. Ebenso wie Werner Niemeyer als Kassierer, Carmen Hanke als Schriftführerin und Jan-Olof von Lübken als ihr Stellvertreter. Kai Ammermann, Ronald Dietz, Anke Feja, Harald Helling, Andreas von Lübken und Stefan Sander wurden zu Beisitzern gewählt. Am 9. April wird eine Mitgliederehrung stattfinden.
