LEMWERDER - Während andere Parteien je nach kommunaler Zugehörigkeit sich über den Trassenverlauf der neuen B 212 zwischen Lemwerder und Delmenhorst streiten, sind sich die Grünen einig: Sie wollen gar keine neue Straße, sondern allenfalls einen Ausbau der bestehenden Strecke. Das teilten der Delmenhorster Kreisverbandsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Richard Pendzich, und der Vorstandssprecher des Ortsverbands Berne/Lemwerder, Peter Clamor in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Vorausgegangen war eine Sitzung der Grünen aus der Region. Sie warfen den anderen Parteien „Verkehrsplanung“ nach dem St.-Florians-Prinzip vor: Man versuche, die Nachteile dem jeweiligen Nachbarn zuzuschieben.

Nach einem Neubau des B-212-Abschnitts befürchten die Grünen erhebliche Nachteile für Natur und Umwelt, aber auch für die Lebensqualität in beiden Gemeinden. Der Verkehr auf der Stedinger Landstraße werde von jetzt 8500 auf mehr als 22 000 Fahrzeuge pro Tag ansteigen, sagen sie voraus. Ohne die neue Trasse erwarten sie einen Anstieg auf lediglich 11 500 Fahrzeuge.

Die Parteimitglieder verwiesen auf ihre Forderung, die Bahntrasse zwischen Delmenhorst und Lemwerder wieder zu aktivieren. Diese sei ein Standortvorteil, der auch von touristischer Bedeutung sein könne.