Wildeshausen/Landkreis - Auf die Stadt Wildeshausen und die Gemeinden kommt eine deutliche Entlastung zu: Der Landkreis plant, die sogenannte Kreisumlage um einen Punkt auf 38 Prozent zu senken. Im Rahmen seiner Sitzung an diesem Dienstag, 20. Juni, ab 17 Uhr im Kreishaus in Wildeshausen, will der Kreistag die Senkung der Umlage beschließen.

Bereits der Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag einstimmig für den Nachtragshaushalt und die damit verbundene Änderung des Hebesatzes votiert. Zum Hintergrund: Der Landkreis erhält überplanmäßig 1,5 Millionen Euro vom Land Niedersachsen. Mit dem Geld sollen die Gemeinden entlastet werden. Der Kreis befindet sich damit in guter Gesellschaft. Auch der Landkreis Friesland und das Ammerland haben den Hebesatz gesenkt.

Weiterhin will der Kreistag das „Bassumer Friedeholz“ in der Samtgemeinde Harpstedt als Naturschutzgebiet ausweisen. Nur vier der insgesamt 57 Hektar befinden sich im privatem Besitz. Der größte Teil gehört den Niedersächsischen Landesforsten. Bislang unterhält der Landkreis 18 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 2540 Hektar.

Fortgesetzt werden soll die Zusammenarbeit mit den Landkreisen Aurich und Ammerland bei der Restabfallentsorgung in der Deponie Mansie II sowie bei der mechanisch-biologischen Abfallbehandlung (MBA) von Restabfällen. Die auf Ende 2020 befristete Vereinbarung soll bis 2030 verlängert werden. Landrat Carsten Harings sprach am Montag von einer „bewährten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Partnerlandkreisen. Der Landkreis Aurich hat dem Vertrag bereits zugestimmt.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent