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NWZonline.de Nachrichten Politik

Letzte Ruhestätte prominenter Deutscher

08.02.2006

BERLIN BERLIN/AFP - Der Dorotheenstädtische Friedhof in Berlin, auf dem Altbundespräsident Johannes Rau am Dienstag beigesetzt wurde, ist die letzte Ruhestätte vieler prominenter Deutscher. Hier liegen bedeutende Künstler und Denker wie Karl Friedrich Schinkel, Johann Gottlieb Fichte, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Herbert Marcuse und Hanns Eisler begraben.

Beigesetzt wurden hier auch viele Schriftsteller wie Bertolt Brecht, Heinrich Mann, Anna Seghers, Arnold Zweig, Johann R. Becher und Heiner Müller, aber auch andere Prominente wie der Fotograf John Heartfield, der Fabrikant August Borsig oder Ernst Litfaß, der Erfinder der Litfaß-Säule.

Der Dorotheenstädtische Friedhof wurde ab 1762 für die Gemeinden Dorotheenstadt und Friedrichwerder angelegt und bis 1826 mehrmals vergrößert. Er hat eine Fläche von gut 30 000 Quadratmetern. Unmittelbar daneben liegt der Französische Friedhof, auf dem ab 1780 Berliner Hugenotten begraben wurden. Das älteste klassizistische Grabmal auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof ist das des 1807 verstorbenen Fabrikanten Jacob Fröhlich. Einige Grabstätten wurden vom früheren Friedrichswerderschen Friedhof hierher verlegt. Anderen Persönlichkeiten, die andernorts begraben sind, wurden zwischen den Gräbern Gedenksteine gesetzt. Darunter sind eine Reihe führender Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.

Ursprünglich lag der Friedhof außerhalb der Stadt. Heute befindet er sich inmitten von bebautem Gebiet im nördlichen Teil des Bezirks Mitte, abseits der viel befahrenen Chausseestraße. Nördlich an den Friedhof grenzt das Haus, in dem seit 1953 Brecht und seine Frau, die Schauspielerin Helene Weigel, lebten. Der Liedermacher Wolf Biermann, der vor seiner Ausbürgerung aus der damaligen DDR in der Chausseestraße wohnte, widmete dem Friedhof ein Lied, dessen Refrain mit den Zeilen endet: „Wie nah sind uns manche Tote, doch, wie tot sind uns manche, die leben.“

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