Dötlingen - Der FDP-Ratsherr Eckehard Hautau ist auch Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins Dötlingen. In der Ratssitzung verriet er unter Anfragen und Anregungen, dass er auch noch eine inoffizielle Funktion im Dorfe habe. „Ich bin der Laternenonkel“, leitete seinen Beitrag ein, in dem es um die Straßenbeleuchtung in Dötlingen ging. Da hatte der Liberale zweierlei zu monieren: Die Laternen seien nicht einheitlich und viele würden zudem blenden.

Mit dieser Kritik steht Hautau nicht allein, wie sich zeigte. Dierk Garms (FDP), ebenfalls Dötlinger, warnte gar davor, weitere von „diesen Blendgranaten einzubauen“. Sarah Orth (Bündnis 90/Die Grünen) fand, dass die unterschiedlichen Laternentypen im Dorf ein „Schildbürgerstreich“ sein. Ratschlag dieser Ratsmitglieder: In den anderen Orten auf keinen Fall in diesem Stil weiterbauen.

Schon in der Sitzung des Umwelt- und Energieausschusses im Februar war die Blendwirkung der Laternen, so am Dorfring, ein Thema gewesen. Ein Bürger hatte in der Einwohnerfragestunde moniert, dass eine Lampe wie ein „Flash“ wirke. Die Verwaltung hatte seinerzeit erklärt, dass die Arbeiten zur Umsetzung des Beleuchtungskonzeptes in Dötlingen noch liefen und noch keine Abnahme erfolgt sei.

Bürgermeister Ralf Spille nahm die kurzzeitige Aufregung ums Licht in Dötlingen gelassen. „Ich stecke nicht so in den Details drin“, gestand er ein und ergänzte: „In Haidhäuser gibt es kein Licht.“ Kurze Pause und dann der Zusatz: „Außer die Blinklichtanlage am Bahnübergang.“

2015 hatte die Gemeinde mit der Umsetzung des Beleuchtungskonzeptes im Dorf Dötlingen begonnen. Es geht um den Einsatz energiesparende LED-Technik. Teilweise wurden dafür Lampenmasten komplett ersetzt. Außerdem installierte die Kommune zusätzliche Leuchten als Lückenschluss an bislang schlecht ausgeleuchteten Stellen. In zweiten Abschnitt folgte der Austausch von Leuchtköpfen bestehender Laternen.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement