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Aktualisiert vor 2 Minuten.

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NWZonline.de Nachrichten Politik

Bischöfe stellen Zölibat infrage

15.03.2019

Lingen Die katholischen Bischöfe in Deutschland wollen mit dem Kirchenvolk in einen Diskussionsprozess über Grundfragen der Kirche treten. Zum Abschluss der Frühjahrsversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im emsländischen Lingen sprach der Münchner Kardinal Reinhard Marx am Donnerstag als Vorsitzender von einer „Zäsur“. Gesprochen werden soll über den Umgang mit Macht in der Kirche, die Ehelosigkeit von Priestern (Zölibat), die Weiterentwicklung der Sexualmoral der Kirche sowie eine breitere Partizipation von Laien, insbesondere auch Frauen.

In Sachen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals sieht Kardinal Marx die Kirche auf einem guten Weg – die Geistlichen wollen nun verstärkt auf die Opfer zugehen. „Wir sind entschlossen, alles zu tun, um sexuellen Missbrauch in der Kirche zu überwinden und auch den Betroffenen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.“

Kritische Begleiter zeigten sich jedoch enttäuscht von den Ergebnissen. Der Opferschutzverband Eckiger Tisch teilte mit, man vermisse klare Worte vor allem zur Entschädigung. Die Reformbewegung „Wir sind Kirche“ erklärte, dass „das Zeitfenster, in dem die Kirche ihre Glaubwürdigkeit wiedererlangen kann, sich schließt“.

Nach wie vor gebe es in der Bischofskonferenz völlig divergente Gruppen, analysierte der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller. Das Ergebnis sei ein Kompromiss auf Minimalniveau. Ein tiefer Einschnitt – wie von Marx dargestellt – sei das Ergebnis der Tagung keineswegs.

Dabei haben die Bischofe gerade im tief katholisch geprägten Emsland gespürt, dass es nicht mehr nur die üblichen Kirchenkritiker sind, die Reformen fordern. Am Montagabend harrten in der Lingener Innenstadt beispielsweise mehrere Hundert Frauen und Männer zweieinhalb Stunden bei Kälte, Wind und Regen aus, um den Bischöfen nach dem Eröffnungsgottesdienst eine Liste von 30 000 Unterschriften der katholischen Frauen zu überreichen. Das schien auch Marx beeindruckt zu haben. „Wir spüren, wie tief betroffen auch die Gläubigen sind. Es ist schließlich ihre Kirche und nicht unsere“, sagte er.

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