Die Linkspartei hat schnell auf die skandalösen Äußerungen ihrer Abgeordneten Christel Wegner reagiert. Wer versucht, die Verbrechen der DDR-Staatssicherheit oder den Mauerbau zu rechtfertigen, hat in einer demokratischen Partei nichts zu suchen. Den Sozialisten blieb allerdings auch kaum etwas anderes übrig. Eine Hängepartie hätte den Fehlstart der Linken in Niedersachsen perfekt gemacht. Die Freude über den erstmaligen Einzug in den Landtag dürfte auch so getrübt sein.
Die Linkspartei muss sich den Vorwurf der Scheinheiligkeit gefallen lassen. Dass niemand die politischen Einstellungen des DKP-Mitglieds Wegner gekannt haben will, darf bezweifelt werden. So lange die kommunistischen Sektierer der Partei nützlich waren, ließ man sie gewähren. Bleibt zu hoffen, dass die Linken lernen und alle Anti-Demokraten von ihren Listen verbannen
Für den Landtag könnte Christel Wegner noch zum Problem werden. Einsicht ist vor ihr wohl kaum zu erwarten. Die Medien-Schelte vom Montag taugt nicht, um ihre Geisteshaltung zu kaschieren.
Den Autor erreichen Sie unter Name@infoautor.de
