LINTEL - 130 000 Euro sollen ausgewiesen werden. Die Hälfte müsste die Gemeinde Hude selbst aufbringen.

Von Matthias Kosubek

LINTEL - Wenn es nach der Mehrheit des Ausschusses für Gemeindeentwicklung des Huder Gemeinderates geht, dann soll in diesem Jahr mit der Sanierung der Linteler Straße begonnen werden. Bei fünf Ja-Stimmen, drei Gegenstimmen und einer Enthaltung wurde empfohlen, 130 000 Euro bereitzustellen. Voraussetzung für die Umsetzung der Maßnahme ist es jedoch, dass es einen 50-prozentigen Zuschuss des Landes aus dem Förderprogramm „Pro Land“ gibt.

Für die LBfH hatte Kurt Bisanz beantragt, dass ein Fachbüro die Kosten einer Grundsanierung feststellen solle, um über eine Verwirklichung der Maßnahme eventuell in Abschnitten beschließen zu können. Das Büro INGWA aus Oldenburg hat die Kosten auf 260 000 Euro geschätzt. Die Landesbehörde für Geoinformation und Liegenschaften (ehemals Amt für Agrarstruktur) hat nach Auskunft der Verwaltung bei einer Ortsbesichtigung festgestellt, dass die Linteler Straße (und auch die Ortstraße in Hurrel) gefördert werden könne. Die Förderung beschränke sich aber auf eine Breite von 4,5 Metern. Gegenüber der Sanierung müsste eine aufwändigere Verbesserung durchgeführt werden, damit über Pro-Land gefördert werde.

Die diesjährigen Zuschüsse, so Thomas Settelmeier von der Gemeindeverwaltung, seien vergeben. Es bestehe aber die Möglichkeit, im Nachrücker-Verfahren an Zuschüsse zu kommen, die von anderen Gemeinde nicht beansprucht würden. Gerit Menkens (CDU) wies noch einmal auf den schlechten Zustand der Straße hin und beantragte, die Hälfte der Strecke auszubauen und 130 000 Euro einzuplanen. Für die Gemeinde selbst blieben dann noch 65 000 Euro. Sein Fraktionsvorsitzender Thorsten Thümler zeigte sich optimistisch, dass doch noch Gelder übrig blieben. Auch wies er darauf hin, dass im kommenden Jahr die Förderung aus dem Pro-Land-Programm auslaufen werde.

Bürgermeister Axel Jahnz wies auf die schlechte finanzielle Lage der Gemeinde hin. „Wo soll denn unser Anteil herkommen? Wo soll an anderer Stelle gestrichen werden?“, fragte er. „Die große Koalition zwischen CDU und SPD hat hier ein schlagartiges Ende“, erklärte Ulrike Janz-Janzen (SPD) mit Blick auf die Einigkeit, die kurz zuvor beim Thema Wenke-Kreuzung zwischen den beiden großen Fraktionen geherrscht hatte. Die SPD sei gegen die Sanierung der Linteler Straße. Wenn man denn tatsächlich Geld übrig haben sollte, dann wolle man es für Kindergärten oder Schulen ausgeben.