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NWZonline.de Nachrichten Politik

Mays tränenreicher Abschied

25.05.2019

London Wegen der Brexit-Blockade in London hat Premierministerin Theresa May am Freitag ihren Rücktritt erklärt. Sie gibt am 7. Juni die Führung der britischen Konservativen ab und wird bis Ende Juli auch als Regierungschefin ersetzt. Ihr Widersacher und Ex-Außenminister Boris Johnson brachte sich als Nachfolger in Stellung und drohte mit einem EU-Austritt ohne Abkommen. Oppositionsführer Jeremy Corbyn, der Chef der Labour-Partei, forderte eine Neuwahl.

Damit wächst die Sorge vor einem chaotischen Bruch mit Großbritannien nach Ablauf der Austrittsfrist am 31. Oktober – mit unabsehbaren wirtschaftlichen Folgen und großer Unsicherheit für die Bürger. May wollte dies bis zuletzt abwenden und auch das britische Unterhaus ist dagegen. Doch fand sich im Parlament keine Mehrheit für eine gütliche Lösung.

May war seit Jahresbeginn drei Mal im Unterhaus daran gescheitert, eine Mehrheit für den mit der Europäischen Union ausgehandelten Austrittsvertrag zu bekommen. Nach einem letzten Kompromissversuch diese Woche bekam sie aus der eigenen Partei derartig viel Druck, dass sie schließlich den seit Monaten erwarteten Schritt vollzog: Im roten Kostüm trat May vor ihren Amtssitz in der Downing Street und verlas ihre Rücktrittserklärung – am Ende unter Tränen.

„Ich werde in Kürze die Aufgabe abgeben, die für mich die größte Ehre meines Lebens bedeutete“, sagte sie sichtlich emotional. „Ich werde dies ohne Groll tun, mit enormer und bleibender Dankbarkeit, dass ich die Chance hatte, dem Land zu dienen, das ich liebe.“ Dass sie den Brexit nicht habe vollziehen können, werde sie immer tief bedauern.

May wird die Geschäfte als Premierministerin noch so lange führen, bis ein Nachfolger gewählt ist. Erwartet wird dies für den 21. oder 22. Juli. Ihren möglichen Nachfolgern legte sie bereits ein Zitat von Sir Nicholas Winton ans Herz, der während der Nazi-Zeit Hunderte Kinder aus der von Deutschland besetzten Tschechoslowakei gerettet hat: „Vergesst nie, dass Kompromiss kein schmutziges Wort ist. Das Leben hängt an Kompromissen.“

Neben Johnson werden etliche weitere Kandidaten für Mays Nachfolge gehandelt: der frühere Brexit-Minister Dominic Raab, Außenminister Jeremy Hunt, Innenminister Sajid Javid, Entwicklungshilfeminister Rory Stewart, Umweltminister Michael Gove, die Ex-Ministerin für Parlamentsfragen, Andrea Leadsom, und Verteidigungsministerin Penny Mordaunt.

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