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NWZonline.de Nachrichten Politik

Mord: Polizei prüft 250 Taten auf Verbindungen

31.08.2020

LÜneburg Im Fall des mutmaßlichen Serienmörders von Lüneburg überprüft die Polizei bereits mögliche Verbindungen zu bundesweit rund 250 Taten. Dazu gehören auch Tötungsdelikte und Vergewaltigungen, wie ein Sprecher der für den Fall zuständigen Polizeidirektion Lüneburg mitteilte. „Eine heiße Spur ist nicht darunter“, sagte er. Die Taten seien der eigens eingerichteten Koordinierungsstelle gemeldet worden. Die Überprüfung erfolge dann gegebenenfalls auf den einsendenden Dienststellen.

Leiche unter Garage

Der frühere Friedhofsgärtner gilt nicht nur als Verantwortlicher für zwei Doppelmorde in der Göhrde im Landkreis Lüchow-Dannenberg, die 1989 für Schlagzeilen sorgten. Unter einer Garage wurde auf einem früheren Grundstück des Mannes im Herbst 2017 am Stadtrand von Lüneburg zudem die Leiche einer seit 1989 verschwundenen Frau gefunden. Die Polizei richtete daraufhin die Clearingstelle ein. Andere Dienststellen aus dem In- und Ausland sollen sich mit ihr in Verbindung setzen und so ihre Fälle abgleichen.

Ein Bewegungsbild des Mannes wurde erstellt, er lebte längere Zeit auch in Karlsruhe. Im Mai 2019 hat die Polizei zahlreiche Asservate aus dem früheren Haus des Mannes ins Internet gestellt, darunter ausgegrabene Handtaschen und Schuhe.

Auch zwei bislang ungeklärte Mordfälle aus der Region Lüneburg beschäftigen dabei die Ermittler weiter. Im Mai 1969 wurde eine 14-jährige Schülerin missbraucht und getötet, ihre Leiche später an der Elbe gefunden. Ein knappes Jahr darauf wurde eine 38-Jährige am Stadtrand mit einer Kleinkaliberwaffe erschossen.

1000 Akten abgearbeitet

Von insgesamt 2000 Akten mit Spuren hat die Ermittlungsgruppe Göhrde schon etwa die Hälfte abgearbeitet. „Auch in Corona-Zeiten hat die Ermittlungsgruppe weiter gearbeitet, zum Teil im Homeoffice“, sagte der Polizeisprecher. Ein im Oktober 2018 aufgetauchter Revolver mit abgesägtem Lauf passt nach derzeitigem Erkenntnisstand zu keiner der Taten.

Der Friedhofsgärtner beging 1993 Suizid, als er wegen anderer Vorwürfe in U-Haft saß. Gegen Tote wird nicht ermittelt, doch zumindest in einigen Fällen soll der Mann von einem als Beschuldigten geführten möglichen Komplizen unterstützt worden sein.

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