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Madonna hätte rechtzeitig aufhören sollen

08.08.2012

FRAGE: Ist der Beruf des DJs für Sie eigentlich auch eine sportliche Herausforderung?

VAN DYK: Ich bin zumindest immer in Bewegung bei dem, was ich tue.

FRAGE: Ihr Pensum ist jedenfalls sehr sportlich. Sie haben vor einigen Jahren ausgerechnet, dass Sie eineinhalb Monate pro Jahr in einem Flugzeug verbringen. Zudem besitzen Sie angeblich das zweitgrößte Meilenkonto bei der Lufthansa.

VAN DYK: Was die Zeit angeht: Das stimmt. Ich bin wirklich sehr viel in der Luft. Das mit den Lufthansa-Meilen hat sich eventuell geändert, da ich in letzter Zeit auch öfter mit anderen Fluglinien fliege.

FRAGE: Sie werben dafür, bei einer Wahl zum besten DJ der Welt für Sie zu stimmen. Die Wahl haben Sie zweimal gewonnen. Ist das für Sie überhaupt ein Wettbewerb?

VAN DYK: Natürlich freue ich mich über Zuspruch. Aber generell halte ich es da wie Harrison Ford. Über die Oscars hat er mal gesagt: ,I don’t believe in competition in art‘ (Ich glaube nicht an Wettbewerbe in der Kunst). Wer kann schon genau sagen, wer jetzt der beste oder der zehntbeste DJ der Welt ist?

FRAGE: Ihr neues Album heißt „Evolution“. Fühlen Sie sich eigentlich noch als Teil der Technokultur, die sich in kleinen Clubs vor über 20 Jahren entwickelt hat?

VAN DYK: Vor über 20 Jahren habe ich mit DJ-Sets im Berliner Club Tresor begonnen. Aus der Subkultur, die damals entstanden ist, ist mittlerweile die größte Musikkultur der Welt geworden. Das muss man einfach sehen. Daher ist klar: Das ist meine Musik, die Musik, die ich liebe, ich sehe mich als Teil von ihr. Es gibt viele Dinge, die ich dabei gut finde, aber auch einige, die mir nicht so gefallen.

FRAGE: Missfallen hat Ihnen unter anderem eine leichtfertige Bemerkung von Madonna über Drogenkonsum auf einem Elektro-Festival. Sie haben sie deutlich kritisiert.

VAN DYK: Ich finde es nicht gut, Drogen zu verherrlichen. Als ich gefragt wurde, habe ich meine Meinung dazu gesagt, dass sie vor einer Menge von Jugendlichen Anspielungen auf Drogenmissbrauch machte. Ich habe früher auch mal einen ihrer Titel geremixt. Generell ist es so, dass ich nur mit Leuten zusammenarbeite, die mich begeistern. Und das tut Madonna momentan nicht. Ich finde sie hätte einfach nach ihrem guten „Ray of Light“-Album (1998) aufhören sollen.

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