Wildeshausen - Die FDP-Stadtratsfraktion ist mit ihrem Vorstoß, den Marschweg und den Lönsweg in Wildeshausen für den Durchgangsverkehr zu sperren, gescheitert. Im Ausschuss für Ordnung, Soziales und Familie wurde der Antrag am Dienstagabend von allen anderen Fraktionen zurückgewiesen.
„Der Lönsweg ist so kaputt, dass kein sicherer Durchgangsverkehr mehr möglich ist“, erklärte Helmut Müller (FDP). Der Lönsweg verbindet die Pestruper und Goldenstedter Straße und führt durch ein Waldgebiet. Der Marschweg sei ebenfalls ein beliebter Schleichweg zum Katenbäker Berg. Er müsse zudem geschützt werden, weil der Bereich Landschaftsschutzgebiet sei. Eine Sperrung beider Wege könne durch einen einfachen Poller erfolgen.
Thomas Johannes (UWG) hielt eine Sperrung für unnötig. Durchfahrende Autos seien die Ausnahme. Lars Christian Menke (CDU) und Vera Debicki (SPD) lehnten eine Sperrung der Wege ab, weil sie für Rettungsfahrzeuge zugänglich sein müssten.
Auch die Stadtverwaltung sieht keine Notwendigkeit für eine Sperrung. Auf dem Lönsweg, der nur für den Anlieger- sowie land- und forstwirtschaftlichen Verkehr freigegeben sei, werde mit Gefahrenzeichen auf die Straßenschäden hingewiesen. Bei deren Beachtung sei eine sichere Nutzung des Lönsweges möglich.
Auch auf dem Marschweg sei nur Schrittgeschwindigkeit zulässig. Deshalb ist auch dort die Verkehrssicherheit nach Meinung der Stadtverwaltung nicht gefährdet. Ab und an kontrolliere dort die Polizei dort Autofahrer.
