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NWZonline.de Nachrichten Politik

Klimarat: Meeresspiegel steigt schneller als gedacht

28.09.2013

Berlin Wird es auf der Erde wärmer oder nicht? Schreitet der Klimawandel weiter fort oder nur ein bisschen? Oder sind die zuletzt eher strengen Winter hierzulande gar ein Zeichen für einen Wandel beim Wandel? Fest steht nach der Veröffentlichung des Berichtes des Weltklimarates IPCC: Von Entwarnung kann keine Rede sein.

Im Vergleich zu der Zeit zwischen 1850 und 1900 erwarten die Experten zum Ende des 21. Jahrhunderts einen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur von 1,5 bis 2 Grad, der Meeresspiegel wird weiter steigen. Damit bleibt die Lage bedrohlich, insbesondere für den Teil der Menschheit, der in Küsten- oder Dürregebieten siedelt.

Trotzdem sorgten die Daten des Gremiums bereits im Vorfeld für Diskussionen, weil die globale Erwärmungsrate zwischen 1998 und 2012 mit 0,05 Grad pro Jahrzehnt angegeben wurde. Noch in seinem vierten „Sachstandsbericht“ ging der Weltklimarat von einer durchschnittlichen Erwärmung von 0,2 Grad pro Dekade aus.

Zur Verwirrung tragen aber auch die Abstimmungsprozesse im Weltklimarat selbst bei. Der jetzt veröffentlichte Text versteht sich als Zusammenfassung nur eines Teils des fünften IPCC-Sachstandsberichts. Die weiteren Teile sollen bis Oktober 2014 veröffentlicht werden. Obwohl es sich meist um Zusammenstellungen von bereits veröffentlichtem Material handelt, ist das Gefeilsche und Gezerre hinter den Kulissen groß.

IPCC-Arbeitsgruppenmitglied Ottmar Edenhofer zeigt sich deswegen mit Blick auf die nächsten UN-Klimagipfel eher skeptisch. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass alle Staaten kooperieren, weil es stets Anreize zum Trittbrettfahren gibt“, sagte der Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Stattdessen plädierte er für andere Ansätze. Kohlendioxid-Ausstoß müsse Geld kosten. Diese Lösung käme auch den Schwellenländern entgegen. Dort gebe es einen großen Bedarf an moderner Infrastruktur, zugleich werde es immer schwieriger Kapital dafür bereitzustellen. „Eine Bepreisung von Kohlendioxid könnte die nötigen Einnahmen bringen.“

Ohne politische Bereitschaft, so scheint es, wird eine Kehrtwende kaum gelingen. Immerhin: Die Bundesregierung bekräftigte angesichts des Berichts, der Klimaschutz bleibe ein zentrales Anliegen.

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