Berlin - Das Interesse für die Stasiopfer-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen ist erneut gestiegen. 2013 kamen mehr als 385 000 Besucher, teilte die Gedenkstätte am Donnerstag mit.
Mit rund 15 000 mehr Besuchern als 2012 sei das ein Besucherrekord. Seit der Eröffnung vor 19 Jahren informierten sich demnach mehr als drei Millionen Menschen über das frühere zentrale Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit und den bedrückenden Alltag der politischen Häftlinge.
In der Anstalt können bei Führungen mit einst Inhaftierten original erhaltene Zellen und Verhörräume besichtigt werden. DDR-Oppositionelle wie Bärbel Bohley, Ulrike Poppe und Jürgen Fuchs saßen in Hohenschönhausen.
Besonders stark sei der Anteil ausländischer Besucher gestiegen, hieß es. Es waren laut Gedenkstätte 74 000 Ausländer, die an Führungen teilnahmen und damit zehn Prozent mehr als noch 2012. Die meisten Besucher bei Gruppenführungen kamen aus Bayern (43 000), Nordrhein-Westfalen (42 400) und Baden-Württemberg (35 000). Dagegen wurden aus Berlin (14 000) rund 16 Prozent weniger Gruppenbesucher als 2012 gezählt.
Die Gedenkstätte verwies auch auf ihr Zeitzeugenbüro. So wurden 2013 demnach 586 Zeitzeugengespräche mit mehr als 29 000 Teilnehmern organisiert.
