Sande - Dass bei der SPD Sande mehr als 20 Kandidaten die Liste für die Kommunalwahl füllen, die CDU hingegen nur sechs Bewerber zusammenbekommen hat, gibt der SPD zu denken: „Das ist nichts, worüber wir uns freuen können, weil es es ein Indiz dafür ist, dass das Interesse an Politik und der Wille, seine Gemeinde mitzugestalten, immer mehr abnehmen“, sagte Vorsitzender Achim Rutz bei der Jahreshauptversammlung des 102 Mitglieder starken Sander SPD-Ortsverbands.
Ziel müsse daher sein, für eine hohe Wahlbeteiligung zu sorgen. Und natürlich gelten alle Anstrengungen der kommenden Wahlkampfwochen, die Mehrheit im Sander Gemeinderat, den die SPD seit mittlerweile 54 Jahren ununterbrochen dominiert, zu verteidigen oder sogar auszubauen, so Rutz. Er schwor seine Genossen auf den bereits begonnenen Wahlkampf ein. Das mit vielen Anregungen von Bürgern erarbeitete Wahlprogramm wird in Kürze öffentlich vorgestellt. Dabei seien viele persönliche Kontakte und Gespräche mit Bürgern sicher hilfreicher als Politikerplakate an Straßenlaternenmasten. Nachdem die Gemeindeverwaltung Sande kürzlich eine neue Verordnung erlassen hatte, wonach jedes Plakat eigens genehmigt und mit Gebühren belegt wird, will die SPD ohnehin auf eine Plakatierung zur Wahl weitgehend verzichten.
Keine Neuerungen brachten die turnusgemäßen Vorstandsneuwahlen: Achim Rutz wurde als Vorsitzender ebenso einstimmig bestätigt wie seine Stellvertreter Annika Ramke und Stephan Lange. Isabel Bruns bleibt Kassiererin, Rosi Rutz ihre Stellvertreterin. Als Schriftführer und Mann für die Öffentlichkeitsarbeit wurde Rainer Galli im Amt bestätigt. Rutz lobte besonders den Internetauftritt seiner Partei, der bei Rainer Galli in guten Händen sei. Frank Behrens wurde zum Stellvertreter gewählt. Beisitzer sind Jörg Beutz, Gisela Günther, Angela Hoffbauer, Holger Kiefer, Renate Landvogt, Michael Ramke, Franz Tellner und Marianne Vogel.
Für Murren sorgte der umständliche und von den Parteistatuten vorgeschriebene Wahlmodus: Jede Position wird schriftlich und in geheimer Wahl vergeben, selbst wenn in der Partei Einigkeit herrscht und es keine Gegenkandidaten gibt. Ein mitunter langes Prozedere. „Fünf Minuten Berichte und 50 Minuten Wahlen“, maulte Michael Ramke. „Wir müssen mal beantragen, das zu ändern.“
