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NWZonline.de Nachrichten Politik

Mehr Härte gegen Türkei

11.03.2017

Mannheim Eine deutliche Mehrheit von 83 Prozent der Deutschen lehnt Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland ab. Das zeigt das neue Politbarometer, das die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen für diese Zeitung und das ZDF ermittelte. Außerdem wollen zwei Drittel der Befragten, dass die Bundesregierung die Türkei wegen der politischen Entwicklungen in dem Land stärker kritisiert.

Wegen der Krise zwischen Deutschland und der Türkei rechnet fast die Hälfte (49 Prozent) damit, dass das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei scheitert und dann wieder mehr Flüchtlinge nach Europa kommen.
Weitere wichtige Ergebnisse des Politbarometers:

 Sonntagsfrage: Wäre am Sonntag Bundestagswahl, läge die SPD noch zwei Prozentpunkte hinter der Union. Die CDU/CSU würde dann unverändert 34 Prozent erreichen, die Sozialdemokraten kämen auf 32 Prozent (+2). Die Linke läge bei acht Prozent (+1), die Grünen würden auf nur noch sieben Prozent (-2) abrutschen und die FDP auf fünf Prozent (-1). Für die AfD würden neun Prozent (-1) stimmen.

 Kanzlerfrage: 44 Prozent aller Wahlberechtigten sprechen sich wieder für Angela Merkel (CDU) als Bundeskanzlerin aus, ebenso viele hätten lieber Martin Schulz (SPD) als Regierungschef.

 Regierungsfrage: Für die nächste Legislaturperiode wünschen sich 47 Prozent eine sozialdemokratische Regierungsführung; für 41 Prozent soll die CDU/CSU die Seniorrolle in der nächsten Koalition übernehmen.

 Agenda 2010: Die unter Kanzler Gerhard Schröder von der damaligen Bundesregierung aus SPD und Grünen umgesetzte Agenda 2010 bezeichnen 46 Prozent der Deutschen „aus heutiger Sicht“ als eher gut, für 37 Prozent sind die Reformmaßnahmen eher nicht gut, 17 Prozent können oder wollen das nicht einschätzen.

 Fahrverbote: Vor dem Hintergrund der Feinstaubbelastung in Städten sind 46 Prozent an Tagen, an denen Feinstaub-Grenzwerte überschritten werden, für ein Fahrverbot für alle Diesel-PKW, die nicht die neueste Abgas-Norm erfüllen, 49 Prozent sind gegen entsprechende Restriktionen.

Hermann Gröblinghoff
Redakteur
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2093

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