„Kleiderkammer ist gut gefüllt“ (NWZ  vom 2. Oktober)

Kürzlich war ich mal wieder in der Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes hier in Wildeshausen, die von Frau Margot Hentemann und vielen engagierten, ehrenamtlichen Frauen betreut wird. Es ist schon lobenswert, was dieses Team in vielen wöchentlichen Stunden dort so leistet!

Eigentlich sollte doch jeder Mensch, der dort Bekleidung abgibt, wissen, dass man nur saubere, heile Sachen abgibt.

Aber leider gibt es noch immer einige Bürger, die wohl glauben, dass man die Kleiderkammer auch als Müll-Eimer benutzen kann. Ich glaubte, meinen Augen nicht zu trauen, was ich dort sah. (...) Alte Sandalen, deren Sohlen vor Schmutz und Schweiß nur so starrten, ein Paar hochhackige Pumps, an deren Absätzen sich das Wildleder bis zur Hälfte verabschiedet hatte und nun das blanke Metall zu sehen war. Einige zerrissene gelbe Säcke gehörten ebenfalls zum Inhalt.

(...) Es ist geradezu menschenverachtend, auch den ehrenamtlichen Frauen gegenüber, die sich mit solchen und ähnlichen Vorfällen befassen müssen. Nur gut, dass die Menschen, die auf günstige Bekleidung angewiesen sind, die hier vorliegende Hartherzigkeit nicht mitbekommen!

Die Mitarbeiterinnen der Kleiderkammer haben sich im Laufe der Jahre einiges anhören müssen, wie: Hast du das nötig, in schmutziger Wäsche zu wühlen? Ähnliche Aussagen sind für sie nicht neu. Da fehlen mir die Worte. Denn diese Frauen arbeiten nicht für sich, ohne Bezahlung. Sie tun es mit viel Hingabe für die Sache, für die Menschen, denen es finanziell nicht so gut geht und mit ihrer Tätigkeit stärken sie das Ansehen des DRK. Meine Anerkennung für die ehrenamtlichen Leistungen, die hier erbracht werden. Ich sage Danke!

Brigitte Teske Wildeshausen