Jever - Der jeversche Jugend- und Sozial-Ausschuss hat am Donnerstag grünes Licht für Planung und Bau eines neuen Kindergartens an der Hammerschmidtstraße gegeben.

Hintergrund ist, dass der Kindergarten an der Steinstraße mit 38 Kindern wegen der räumlichen Situation und der fehlenden Außenspielfläche keine neue Betriebserlaubnis durch das Landesjugendamt mehr erhält. Hinzu kommt, dass auch der Kindergarten Lindenallee mit 77 Kindern in Ganztags-, Vor- und Nachmittagsgruppen plus 15 Krippenkindern nach den geltenden Vorgaben zu klein ist (die NWZ  berichtete).

Die Stadtverwaltung schlägt deshalb in Absprache mit dem Diakonischen Werk als Träger beider Kindergärten vor, den Standort Steinstraße komplett aufzugeben und den Standort Lindenallee auf eine Gruppe mit 25 Kindern zu verkleinern. Im Neubau an der Hammerschmidtstraße sollen insgesamt 68 Kindergarten- und 15 Krippenplätze geschaffen werden, die die wegfallenden Plätze in Steinstraße und Lindenallee auffangen.

Für den Bau des neuen Kindergartens an der Hammerschmidtstraße rechnet die Stadtverwaltung mit Kosten von rund 1,5 Millionen Euro inklusive des Abrisses des bestehenden Mehrfamilienhauses. Das Gebäude steht zurzeit leer.

Wie Mike Müller, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, berichtete, wäre eine komplette Sanierung des Gebäudes von 1966 unwirtschaftlich. Das Grundstück sei groß genug, um für den neuen Kindergarten mit drei plus einer Gruppe einen großen Spielplatz zu bauen. Hinzugenommen werden soll ein kleiner Bereich des angrenzenden Bolzplatzes: Die Stadt will für ausreichend Parkplätze für Eltern sorgen. Ein Durchstich von der Hammerschmidtstraße zur Normannenstraße für Kraftfahrzeuge, wie von Alfons Sender angeregt, sei nicht möglich, sagte Bürgermeister Jan Edo Albers: Dort ist nur ein Fuß- und Radweg, für eine Straße für Autos ist zu wenig Platz.